Der finale Party.San-Samstag beginnt mit Sonne und wie immer traditionell mit dem alljährlichen Frühschoppen im stickigen und muffigen Zelt. Es ist Zeit für Deathpunk. Ass Cobra waren vor einer Woche noch hochoffiziell auf den Welt-Turbojugend-Tagen in Hamburg unterwegs. Nun macht sich das Turbonegro-Tribute-Quintett aus Thüringen auf, die Party.Sanen in Wallung zu bringen. Was angesichts von Klassikern wie "I Got Erection", "Are You Ready", "Wasted Again", "Boys From Nowhere" oder "Prince Of The Rodeo" keine Kunst ist. Zumindest, wenn die Songs der Originale so zelebriert werden. Und es sind nicht nur die zahlreich in Kutte erschienenen Turbojugend-Chapter, die die Musik der norwegischen Kultband leidenschaftlich abfeiern. Wann spielt eigentlich das Original mal auf dem Party.San? (JD)
ass cobra
Macbeth kannte ich früher nur vom Namen her, bis Olaf vom Zephyr's Odem mal vor zwei, drei Jahren ein Feature über den Band gepostet hat. Anschließend hörte ich mir mit Begeisterung ihre Musik an und wollte die Band nun endlich auch mal live sehen. Das hätte ich aber beinahe vergessen und somit großen Dank an den Menschen, der mich daran erinnert hat, dass sie gleich spielen werden. Noch schnell ein frisches Bier in die Hand und ich betrete, die Band hatte schon um 11:00 Uhr angefangen, ein prall gefülltes Zelt und blicke in viele freudig schauende Gesichter. Die Menschenmenge und die Freude erklären sich mir dann auch wirklich sehr schnell, denn ich erlebe gerade eines der Highlights dieses Festivals. Was für atemberaubend tolle Musik ich hier doch gerade erleben darf, einfach nur herrlich. Eine kompositorisch packende und feurige Mischung aus melodischen Death Metal, mit einem Hang zu lang ausgespielten und mich an frühe At The Gates erinnernde Melodiebögen, und fetten Thrash Metal mit angenehmen Bay Area-Flow, gespielt mit einer Intensität und Spielfreude, dass es mich sofort mitreißt. Dazu dann dieser tolle, sehr charismatische Gesang in Kombination mit sehr gelungenen deutschen Texten. Das hat schon was. Die Band hat auch so richtig Bock darauf ordentlich abzurocken und steigert sich zusammen mit dem enthusiastischen Publikum zu einem emotional sehr intensiven Moment des Erlebens... Das ist eindeutig METAL pur, gebettet in einen wirklich sehr guten und fetten Livesound! Die Melodien der Band sind aber auch echt der Wahnsinn und wirken so richtig tief in mir und ich erwische mich immer wieder dabei, wie ich denke, wie hammergeil das doch gerade ist, was ich hier höre und wenn ich mich so umsehe, geht es mir definitiv nicht alleine so. Ich werde mir definitiv, wenn der Geldbeutel wieder etwas voller ist, ihre Scheiben kaufen müssen. Toll ist übrigens auch das kurze verbale und musikalische Andenken an den vor kurzem verstorbenen Ozzy. Gepackt von diesem tollen Konzert vergesse ich wahrlich die Zeit und verpasse den Anfang von Scalpture.
macbeth
Also schnell noch ein neues Köstritzer auf die Hand als Macbeth fertig sind und rüber zur Hauptbühne, um mir eine Runde erstklassigen Death Metal zu gönnen. Diese Idee hatten nicht gerade wenige und so ist es kurz nach 12:00 schon gut gefüllt. Natürlich lassen es sich die todesbleiernen Kollegen aus Ostwestfalen-Lippe nicht nehmen, ihren Kumpels Tobias (Gitarre), Felix (Gitarre), Niklas (Bass), Moritz (Drums) und Thorsten (Gesang) bei ihrer großen Sause zu zuschauen und so treffe ich auch gleich auf Leute von Wilt und Evoked, zu denen ich mich gerne geselle. Vor drei Jahren spielten Scalpture auf dem Party.San noch im Zelt und nun haben sie die Ehre am Samstag die Hauptbühne zu eröffnen. Nicht nur dass sie dieses Jahr ein sehr beeindruckendes neues Album veröffentlichten, sie haben seit „Feldwärts“ exzessiv in vielen Clubs gespielt haben und wie ich in Göttingen beim Gig mit Carnal Tomb und Purgatory feststellen konnte, ihre Performance nochmal sehr gesteigert. Und was in einem kleinen, schwitzigen Club funktioniert, klappt im Falle dieser Band auch auf einer großen Bühne und zeigt abermals das Potenzial, das in ihr steckt. Versorgt mit einem wirklich tollen und fetten Livesound, der alle Beteiligten top zur Geltung bringt, haben Scalpture wirklich Bock, das Ding zu rocken, denn so eine Möglichkeit ergibt sich ja auch nicht alle Tage. Besonders wenn du selber Fan des Festivals bist. Dementsprechend hochmotiviert zimmern uns die Herren ihren, in der alten Schule wurzelnden, aber nicht mehr alleine darauf festzulegenden Death Metal um unsere Ohren, dass es eine wahre Freude ist. Stillstehen kann ich dabei auf alle Fälle nicht! Scalpture zeigen sich auch sichtlich begeistert, dass die hungrige Meute ihren Sound zu so einer frühen Zeit schon so wohlwollend aufsaugt. Das ist bei den Songs auch kein Wunder. Es wird uns ein Querschnitt ihres bisherigen Schaffens mit Hauptaugenmerk auf den letzten beiden Scheiben geliefert, der es in sich hat. Was kann bei Songs, wie z.B. „Hinterlandsymphonie“, „Schwedentrunk“, „Til Jeret Undergang“ (mit englischer Ansage gegen Krieg und Unterdrückung, damit es auch alles verstehen können) auch schon schief laufen. Was mir neulich schon in Göttingen im kuscheligen Freihafen auffiel, wird auf der großen Bühne, wo die Mitglieder weiter auseinander stehen, noch deutlicher: die Band ist in sich eine absolut verschmolzene, perfekt aufeinander abgestimmte Einheit. Das zeigt sich nicht nur musikalisch, sondern auch optisch. Sehr geile Sache. Es macht auch echt Bock zu sehen, wie Scalpture während der Songs absolut in diese eintauchen, nur um danach freudestrahlend wieder im Hier zu sein, um ihren Moment zu genießen. Freude bringt uns auch der überraschende Schuss von Esmiralda während ihres Songs „Flattened Horizons (Pounding Howitzers)“. Da hat nun wirklich keiner mit gerechnet. Falls ihr Scalpture bisher noch nicht live erlebt habt, solltet ihr das echt nachholen. Anschließend laufen mir noch breit grinsend die werten Herren Raphael und Hendrik vom famosen Amboss Mag über den Weg und wir begeben uns kurz in den Backstage-Bereich, um der Band zu ihrem Hammergig zu gratulieren.
Danach treffe ich erfreulicherweise meinen Vornamensvetter, der sich wie ich die nun folgenden Blockheads aus Frankreich anschauen will. Wir hatten uns schon am Vortag über die uns bisher nur vom Namen her bekannte, seit Anfang der 90er existierende Band unterhalten, da wir gehört haben, dass sie old schooligen Death/Grind spielt. Die Hoffnung auf ein uns zusagendes Gebretter ist dementsprechend hoch und die nun kommende dreiviertel Stunde zeigt uns, dass es goldrichtig war unsere Hintern vor die Bühne zu schleppen. Was für ein geiles Brett! Absolut packende und sofort ins Bein gehende Songs ballern uns da mit fetten und top abgemischten Sound entgegen, die mir mal wieder zeigen, dass es davon für meinen Geschmack ruhig (wieder) noch mehr auf dem Party.San geben kann und wenn ich so sehe, wie die Leute abgehen, ist dieser Wunsch nicht nur meiner. Eine sehr enthusiastische Crowd feiert diesen herrlichen Mix aus Blastbeats, Groove, Crust und Death Metal, der mich an alte Napalm Death, Assück, S.O.B., Terrorizer, Disrupt, Agathocles und Co. erinnert, mega ab und die Band steht den Fans in nichts nach. Das Alter ist den Musikern zwar anzusehen, aber zu spüren ist davon gar nichts, denn sie bewegen sich sehr agil auf der Bühne und lassen sich von der Power und der Rhythmen ihrer muSICK ordentlich mitreißen. Das sind Leute die ihren Sound mit jeder Zelle ihres Körpers leben und zelebrieren. So muss das sein! Von dieser Energie und den echt arschgeilen Songs angesteckt, bildet sich ein ansehnlicher Circle Pit voller breit grinsender Menschen. Herrlich. Da lässt es sich der sehr sympathische Sänger, der echt Hummeln im Hintern hat, nicht nehmen von der Bühne runterzuklettern, um mitten im Pit weiter zu grunzen, schreien, zu keifen und sich auf dem Boden zu wälzen. Nur geil, so wie der ganze Gig an sich. Mit der Band muss ich mich mal intensiver beschäftigen. Was mich bei Blockheads, wie bei Napalm Death, wirklich wieder sehr freut, ist die sehr positive Aufnahme von Ansagen gegen Faschismus, Rassismus und Sexismus, die mit lautem Applaus bedacht werden. Tut echt gut.
Anschließend betreten die Franzosen Necrowretch die Hauptbühne. Der Name ist mir schon länger bekannt und ich glaube mir auch schon mal was von denen angehört zu haben. Und da mein Vornamensvetter mir rät, am Start zu bleiben und unser Kumpel Jamie aus Hannover extra für Necrowretch heute gekommen ist, schaue ich mir das Ganze mal an. Nach einem düsteren Intro legt das sehr motivierte Quartett auch ordentlich los und brettert uns einen höllischen Sound entgegen. Zwei der Mitglieder tragen Black Metal - Shirts (Darkthrone und early Emperor) und das ist meiner Meinung nach auch in ihrer Musik zu hören, denn neben dem eindeutigen Todesblei-Flair fließt eine Menge Schwarzmetall durch ihre Noten. Auch der Gesang kann das nicht verleugnen und so schreit sich der Sänger bösartig und bestialisch durch die wirklich coolen Songs, die nicht nur einfaches Geschredder sind, sondern durch viel Variation und vor allem durch packende Rhythmen zu überzeugen wissen. Da stört auch die knallende Sonne nicht, wobei so ein Sound im Dunkeln sicherlich noch cooler rüberkommt. Auch die Franzosen sind wieder mit einem top Livesound ausgestattet, was ihren selbsternannten Satanic Death Metal wirklich gut zur Geltung bringt. Echt geile Mucke muss ich sagen, aber so gut mir ihr Gig auch gefällt, die letzten Tage und vor allem die gnadenlose Sonne und die für mich heftige Hitze lassen mich erstmal den Rückzug ins Schattige antreten, um etwas zu regenerieren, denn heute stehen noch einige hochkarätige Bands in den Startlöchern. (Rudi)
Während sich die Blockheads anschicken, nach dem old-schooligem Death Metal von Scalpture mit klassischem Hochgeschwindigkeits-Deathgrind noch eine Kohlenschippe draufzulegen, versacke ich bei den Kollegen und Freunden von Maere im Camp und komme erst nach Necrowretch zu Schizophrenia wieder auf´s Gelände. Die belgischen Death-Thrasher haben sich in den letzten Jahren zu einer heftigen Live-Institution gewandelt, wobei mir das Quartett auf Konserve oft zu hektisch agiert. Ich hoffe mal, dass es Schizophrenia gelingt, ihre Haupteinflüsse zwischen Slayer und Morbid Angel auf dem Nachfolger des 2022er-Debuts "Recollections Of The Insane" besser zum verschmelzen. Nach der optischen Zeitreise in die späten Achtziger kommen Analepsy zwar nicht weniger brutal, aber bei weitem nicht so mitreißend daher. Zumindest, wenn man mit dem (technisch zwar versierten – Anm. d. Verf.) "stumpfen" Slam-Death-Geprügel der Portugiesen im Speziellen, wie musikalisch im Allgemeinen fremdelt. Ereb Altor holen mich da schon mehr ab. Die Schweden ehren seit mehr als 20 Jahren das episch-metallische Erbe von Quorthon und haben sich dabei mit inzwischen zehn Longplayern längst vom Vorbild Bathory emanzipiert. Obwohl ich bis heute kein einziges Album von Ereb Altor besitzte, kann ich den Status der Band nachvollziehen. Denn besser kann man epischen Viking-Metal kaum zelebrieren, ohne in Fremdscham-Klischees abzudriften. (JD)
ereb altor
Wer sich ins Zelt wagt, weiß: Hier wird’s heiß. Dödsrit ziehen am frühen Nachmittag so viele Leute an, dass kaum noch Platz zum Atmen bleibt. Die Luft flimmert, Schweiß tropft von der Decke – und auf der Bühne lodert Melancholie in Melodieform. Ihr melodischer Black Metal mit hohem Instrumentalanteil wirkt fast tranceartig. Längere Passagen ohne Gesang lassen Raum für Atmosphäre, für dieses bittersüße Gefühl, das zwischen Raserei und Ruhe pendelt. Ein Auftritt wie ein emotionaler Sturm. Das Zelt tobt, und nach dem letzten Ton bleibt nur: Schweigen. Und dann: Applaus. Laut und verdient. (MS)
US-Death-Metal der alten Schule gibt es danach mit den Skeletal Remains auf die Ohren, wobei die 2011 gegründeten Amis zwar live durchaus liefern aber insgesamt stilistisch auch recht unspektakulär sind. Das ändert sich danach mit der Relapse-Legende Pig Destroyer, die einen Grindcore-Abriss erster Güte liefern, schnell, eklig-disharmonisch und hektisch mit einer assigen Punk- und Hardcore-Attitüde. (JD)
pig destroyer
Und nun kommen wir zu einem Konzert, auf das ich mich schon seit dem letzten Party.San freue, als ich las, dass sie dieses Jahr hier spielen. Die Rede ist von den wirklich umwerfenden Death Metallern Nightbearer, die ich ja schon seit Jahren abfeiere, deren Scheiben regelmäßig bei mir laufen und die mit ihrem aktuellen Longplayer „Defiance“ wirklich ein absolutes Meisterwerk abgeliefert haben. Deswegen darf ich natürlich keinen Moment davon im Zelt verpassen. Da sind die angestaute Hitze und die verbrauchte Luft im Zelt nicht von Relevanz und so stehe ich nun mit zwei frisch gezapften Köstritzer, welches mir die immer nette und freundliche Thekencrew (muss ja auch mal erwähnt werden) soeben kredenzte, in der ersten Reihe und freue mich auf das was nun kommen wird, denn ich habe Nightbearer tatsächlich noch nie live gesehen. Mit den Klängen zu „Dust“ betreten Michael Torka (Gesang), Dominik Hellmuth (Leadgitarre), Manuel Lüke (Drums), Florian Böhmfeld (Bass) und Tristan Schubert (Rhythmusgitarre) in blauem Licht gehüllt die Bühne und was dann kommt übertrifft meine kühnsten Erwartungen, denn die kommende halbe Stunde wird einfach nur ein Traum. Ausgestattet mit einem umwerfenden und schön differenzierten Sound reißt die Band sehr präzise eine Lehrstunde im Fach klassischer Old School Death Metal der schwedischen Art und grandiosen Melodien ab, denn nach dem Intro geht es auch gleich wie auf „Defiance“ mit dem umwerfenden „His Dark Materials“ weiter und es ist einfach nur herrlich, das live erleben zu dürfen. Gerade das abschließende Solo mit Blind Guardian-mäßiger Melodie ist einfach nur Gänsehaut pur. Es ist der Band auch eindeutig anzumerken, dass das nicht ihr erstes Konzert ist und so legen sie all ihre Erfahrungen in diesen Gig, denn sie wissen genau, dass das gerade IHR Moment ist, und geben wirklich alles und ich spüre diese Euphorie und Energie eindeutig, lasse mich von ihr anstecken und genieße wirklich jeden Moment dieses absolut grandioses Konzertes. Da stört auch die heftige Hitze und die stickige Luft im Zelt zu keinem Moment. Hier regiert der Death Metal der alten Schule in allerhöchster Qualität, was ich mit akkuratem Abgehen liebend gerne unterstütze. Die Jungs haben echt Bock, bewegen sich ordentlich auf der Bühne und lassen ihre Nackenwirbel gut rotieren. Sowas mag ich ja, wenn die Band nicht nur rumsteht und ihr Set runterzieht, sondern in ihrer Musik aufgeht und auch selber Bock hat, ordentlich abzugehen. Die Euphorie ist auch in Michas Ansagen zu spüren und so führt er uns gut gelaunt durch das Konzert. Als nächstes steht „The Dragon Reborn“ vom Zweitling „Ghosts Of A Darkness To Come“ an der Reihe. Noch so ein geiler Song. Ich komme aus dem Grinsen gar nicht mehr heraus. Zwischendurch drehe ich mich immer wieder mal um und sehe nur strahlende Gesichter in einem zum bersten gefüllten Zelt! Der Hammer und wirklich absolut verdient, denn Nightbearer sind Herzblut pur. Ein breites Grinsen ist auch der Band ins Gesicht gezimmert, die überwältigt von unserer Resonanz sichtlich ergriffen ist. „Lycanthrophic Death Squad“, der Hit des ersten Longplayers „Tales Of Sorcery And Death“ folgen als nächstes und bei diesem Groovemonster gibt es wirklich kein Halten mehr. Killer! Richtig gelungen finde ich auch die Lightshow während des gesamten Konzerts, die die Stimmung toll untermalt und von den Farben her, meiner Meinung nach die dominanten Farbtöne der Artworks ihrer drei Longplayer nutzt. Sieht echt cool aus. Wenn wir schon beim Debüt sind, geht es mit dessen Opener „Beware The Necromancer“ auch gleich weiter. Mittlerweile hat mein Kumpel Dunemann seine Bilder gemacht und sich mit einer lecker Gerstensaftkaltschale zu mir gesellt. Sehr schön, denn mit guten Freunden macht das Abgehen doch am meisten Spaß. Gerade wenn es sich um so geilen Todesblei wie den von Nightbearer handelt. Meine Freude ist wahrlich riesengroß. Was für ein tolles Konzert. Welches ja leider viel zu kurz ist und so wird mit „Dying Knows No Bound“ vom aktuellen Album der leider schon vorletzte Song angekündigt. Wehmut ist hier aber fehl am Platze, denn es heißt bei diesem Brett nochmal die letzten Kraftreserven zu aktivieren. Mittlerweile bestehen meine Klamotten glaube ich auch nur noch aus Schweiß statt aus Stoff! Aber was muss, das muss! Was gibt es besseres, als ein grandioses Konzert mit dem Titelsong des aktuellen Monsteralbums abzuschließen und so wird mit „Defiance“ wirklich nochmal alles in mir motiviert und nach den letzten Tönen des Songs stehe ich einfach nur baff und völlig euphorisiert vor der Bühne und hoffe, dass ich Nightbearer bald mal wieder live sehen kann. Das wäre der Hammer! Zum Schluss gibt es noch eine Gruppenphoto mit allen Fans und so werden wir sehr glücklich in die glühende Sonne entlassen.
nightbearer
Nachdem ich mich schon die ganze Zeit tierisch darauf gefreut habe, ist es jetzt nun endlich soweit, denn die umwerfenden Night In Gales werden gleich im Zelt loslegen. Ich finde diese Melodic Death Metal - Institution ja wirklich einfach nur genial und ihr Sound ist für mich wunderbar, weshalb ich mich auch erneut mit frischem Bier in der ersten Reihe positioniert habe. Da muss ich einfach ganz vorne mit dabei sein und ich bin echt gespannt, welche Songs sie aus ihrem reichen Fundus wohl spielen werden, immerhin stehen ihnen nur 30 Minuten zur Verfügung. Mein Plan nicht ganz so betrunken zu sein, wie bei ihrem Gig zum 30. Geburtstag von Final Cry in Hannover, ist nicht so ganz aufgegangen, aber immer noch besser als das In Blackest Velvet, Night In Gales, Dew-Scented-Konzert 2001 in Salzgitter im Forellenhof, denn da kann ich mich nur noch teilweise an Dew-Scented erinnern. Egal, denn es geht endlich los und Christian (Gesang), Tobias (Bass), Adriano (Drums) und die Brüder Frank und Jens (beide Gitarre) betreten zu einem schönen Intro sichtlich motiviert die in blaues Licht und Nebel gehüllte sowie jeweils links und rechts von sehr cool aussehenden Sidedrops eingegrenzte Bühne mit dem grandiosen Bandlogo im Hintergrund und legen los. Und zwar mit „Dawnlight Garden“, dem Titelsongs ihres Albums von 2020. Knaller! Gepackt in einen wirklich sehr geilen und fetten Livesound macht sich schon beim ersten Song die große Stärke dieser Band sofort bemerkbar: Umwerfende, packende und emotional sehr mitreißende Melodien gepaart mit bestem Death Metal. Also die ursprüngliche Melo-Death-Schule, so wie ich sie liebe. Anfang der 2000er hatte sich die Band vom Sound her zwar etwas geöffnet, aber für sich festgestellt, dass nur die alte Lehre für sie Sinn macht (nachzulesen im famosen Mørkeskye – Anm. d. Verf.). Das stellen sie mit dem nun folgenden „The Spears Within“ von 2018 mächtig unter Beweis. Wie bereits erwähnt, hat die Band echt Bock, ist bewegungsfreudig und ordentlich am Bangen und Posen, dass es eine wahre Augenfreude ist. Hier wird nicht nur runtergezockt, sondern der eigene Sound erlebt und ausgelebt. Bei solch einer umwerfenden Musik, kann auch keiner unberührt bleiben und um mich herum sehe ich nur strahlende Gesichter und das Zelt ist auch so richtig gut gefüllt. Klasse, das freut mich für die Jungs wirklich sehr. Weiter geht es mit der Hymne „Into The Evergrey“ vom aktuellen Killeralbum „Shadowreaper“. Der Song ist echt sowas von geil, Leute. Als ich das erste Mal das Video sah und hörte, fühlte ich mich sofort in die 90er zurück versetzt, als ich als Teenager vor meiner Anlage saß und mich ergriffen dem Göteborg-Sound hingab. Das ist jetzt nicht anders und ich komme vor Freude gar nicht mehr aus dem Strahlen heraus. Danke dafür Jungs! Kollege Dunemann ist jetzt auch wieder mit dem Fotografieren fertig, hat sich zu mir nach vorne gesellt und mein Vornamensvetter ist ebenfalls anwesend und so feiern wir die Band jetzt gemeinsam ab. „Transition To Doom“ ist dafür auch wie gemacht. Im Rausch der Freude fordern Dunemann und ich den Klassiker „Razor“ und wir haben tatsächlich Glück und nicht nur wir sind entzückt, dass der Song jetzt kommt. Die Stimmung im Zelt kocht und das nicht nur wegen der Hitze. Und dem nicht genug, denn der nächste Klassiker wird uns um unsere Ohren gezimmert, nämlich „Autumn Water“ von „Towards The Twilight“. Wie schön und wenn Night In Gales schon in der alten Schatzkiste kramen, servieren sie uns dann auch noch „Sylphlike“! Ganz grooooßes Kino! Was für ein herrlich intensives und mitreißendes Konzert. Aber auch dieses geht leider irgendwann zu Ende und wird mit einem Klassiker beendet. Aber kein eigener, denn es gibt Iron Maiden ,mit ihrem gleichnamigen Song auf die Ohren und so gehen alle nochmal ordentlich ab und verlassen mehr als zufrieden das Zelt. Danke für dieses tolle Konzert Night In Gales! Ich bin zutiefst zufrieden. Und falls Night In Gales bei euch bisher unter dem Radar liefen und ihr Fans von mitreißenden feurigen, intensiven und von Herzblut angetriebenen Melodic Death Metal der alten Schule seid, ist diese Band für euch Pflicht!

night in gales
Ich habe Grave über die Jahre schon ein paar mal live gesehen, aber immer mit Ola Lindgren am Gesang. Natürlich kam mir öfter mal der Gedanke, wie geil das wäre, die Songs auch mal mit Jörgen „The Voice“ Sandström zu hören, da ich sein Organ ja absolut liebe, aber dass das mal passieren würde, hielt ich für unwahrscheinlich. Umso fassungsloser war ich, als ich las, dass Grave auf dem Party.San 2025 mit Jörgen am Gesang auftreten und nur Songs der ersten drei Alben spielen werden! Der Wahnsinn und dann kam noch dazu, dass Jonas Torndal an der Gitarre und Jensa Paulsson auch mit am Start sind und wir Grave mit dem „Into The Grave“-Line Up sehen werden! Unfassbar! Ich war ja schon sehr gespannt, vor allem wie Jörgens Stimme so sein wird, und nun stehe ich aufgeregt und gut betrunken, wie sehr viele andere vor der Bühne auch, und warte, dass es losgeht. Ein frisches Bier darf da natürlich nicht fehlen. Mit dem Titelsong des soeben erwähnten ersten Albums geht es dann auch, ausgestattet mit derbem und herrlich brutalen und gut abgemischten Livesound, gleich heftig los und das für mich wichtigste wird auch sofort geklärt, als Jörgen seinen Mund öffnet, um uns mit einem Schwall aus Kadaverschleim, rottigem Blut und geplatzten Maden zu übergießen: Seine Stimme ist immer noch der absolute Hammer und genauso grandios, derbe und heftig wie früher! Was für eine Offenbarung und ich gehe innerlich in den Kniefall! Die Band hat richtig Bock darauf, uns ihren Svenska Dödsmetall voller Präzison, Passion und Spielfreude in unsere Schädel zu ballern. Die Stimmung ist auf alle Fälle jetzt schon klasse, das kann nur mega werden! Vom Debüt legen die Herren auch gleich noch „Day Of Mourning“ nach, nur um uns danach den „Soulless“-Opener „Turning Black“ zu servieren. Der Livesound ist auch wirklich umwerfend, fett, staubtrocken und herrlich knarzig, also genau das richtige für ihre muSICK. Und nun kommt für mich die Offenbarung „You'll Never See…“! Nicht nur, dass das Album eines meines Lieblingsartworks im Death Metal hat, es ist auch eines meiner absoluten Favoriten aus diesem Genre und jetzt den Titelsong mit Jörgen am Gesang zu hören, erfasst mich mit einer Welle der puren Freude. Um mich herum auch nur strahlende und sich der muSICK hingebende Menschen. Danach geht es dann auch gleich mit „Morbid Way To Die“ weiter. Ich kann gar nicht beschreiben, wie grandios ich diesen Song finde. Graves Gig ist wahrlich eine Abfolge von Klassikern, denn mit „Deformed“, „Christi(ns)anity“ und „For Your God“ werden unsere in Ethanol eingelegten Bregen wahrlich zum Glühen gebracht! Ich kann mein Glück auch immer noch nicht so richtig fassen, dass ich das hier erleben darf. Ein für mich weiterer Höhepunkt ist das gnadenlose „Brutally Deceased“, auf den mit „Reborn Miscarriage“ die nächste Attacke folgt. Grave sind sichtlich erfreut über unsere Reaktion, aber wer kann von diesem Moment als Death Metal-Maniac nicht ergriffen sein! Auch dieses Konzert hat leider irgendwann sein Ende, also Zeit nochmal einen echten Hit auszugraben... „Soulless“, das Groovemonster des Todes schlechthin. Da heißt es nochmal ordentlich abzugehen! Nach kurzer Absprache gibt es dann noch „...And Here I Die... Satisfied“ und so werden wir alle überglücklich in die Dämmerung entlassen. Noch ein kurzer Schnack mit Ralf Hauber, der mir am letzten Tag dann doch endlich mal über den Weg gelaufen ist.
grave (Pic by Hendrik, Amboss Mag)
Und dann wollte ich mich eigentlich mal ausruhen. Ich hatte aber mittlerweile jegliches Zeitgefühl verloren und wurde zum Glück darauf aufmerksam gemacht, dass Tiamat ja jetzt spielen! Ausruhen ist also später angesagt und so hole ich mir mein letztes frisch gezapftes, schön kaltes Köstritzer auf dem diesjährigen Party.San, eile vor die Bühne und bin nicht nur sehr gespannt, sondern auch sehr aufgeregt. Warum? Ich bin jetzt Mitte 40 und ich denke mal, dass Tiamat für sehr viele von uns in dieser Altersspanne eine in ihrer Teenagerzeit sehr wichtige Band waren und auch heute noch einen großen Stellenwert in unseren Herzen haben. Ich weiß immer noch genau, wie ich ihre Werke bis einschließlich dem grandiosen „Deeper Kind Of Slumber“, vor allem „Astral Sleep“, „Clouds“ und „Wildhoney“ mit jeder Pore meines Körpers aufgesogen, Stunden mit ihrer Musik verbrachte habe und in ihr förmlich aufgegangen bin. Diese emotionale Wichtigkeit wurde für mich nie angekratzt, da ich sie bisher noch nie live gesehen habe und was ich so in den letzten Jahre im Internet sah oder mir Freunde von zuletzt erlebten Konzert erzählten, machte mir doch teilweise etwas Angst. Jetzt geht es dann auch los und die Band betritt die Bühne und legt auch gleich mit „In A Dream“ los. Der Wahnsinn. Ich habe leider vorher nicht geguckt, wer an den Drums, am Bass und an der Gitarre am Start ist, vom Alter her, was ich so erkennen konnte, könnten es vielleicht ehemalige Mitglieder sein. Auf alle Fälle sind diese sehr motiviert, bewegen sich ordentlich und haben richtig Bock auf das Konzert. Ich bin auch sehr entzückt, dass das Keyboard diesen herrlich „Clouds“-Touch hat. Dann kommen wir mal zu Johan Edlund an sich. Ich hatte ja schon einiges über seinen eher miserablen Zustand gelesen, aber das war dann doch etwas schockierend. Der Mann ist so Mitte 50, sah aber aus wie Ende 60. Ich habe ihn auch tatsächlich erst nicht erkannt und mich gefragt, wer denn dieser Kauz auf der Bühne ist, der aussieht wie eine Mischung aus exzentrischem Künstler und Les Claypool von Primus. Die Kombi aus einer Mischung aus Hippie- und Tarnklamotten, Fes auf dem Kopf und Sonnenbrille ist schon gewagt, aber das ist ja auch Geschmackssache. Es wirkt für mich auch so, dass er auch gerade gar nicht so richtig weiß, wo er ist. Irgendwie orientierungslos. Gesanglich etwas kraftlos, liegt er irgendwo zwischen „Clouds“ und seinem späteren Gothic Rock-Gesang. Nicht perfekt, aber es passt aber ganz gut und ich bin schon ergriffen, diesen wunderbaren Song mal live zu erleben. Weiter geht es mit diversen Klassikern, nämlich „Clouds“, „A Caress Of Stars“ und „The Sleeping Beauty“! Der Hammer, oder? Das alles ist nicht perfekt, aber letztendlich spüre ich, wie sich ein Gefühl innerer Zufriedenheit und Wärme in mir ausbreitet und wenn ich mich so umsehe, sind doch sehr viele Leute ergriffen vom Konzert und freuen sich. Johan wirkt immer noch etwas desorientiert, teils verwundert, fängt einmal zu früh an und muss sich auch mal ausruhen, weshalb der Mann mir echt leid tut, aber letztendlich ist er doch mit dem Herzen bei der Sache, hat Lust auf das Konzert, seine Stimme ist jetzt auch etwas besser, agiert wohlgelaunt mit dem Publikum und ist sichtlich erfreut, hier sein zu und auftreten zu können. Viel Lob und Umarmungen gibt es von ihm auf alle Fälle für seine Band und uns entsendet er Herzen und Küsse. Die Beleuchtung insgesamt orientiert sich coolerweise hauptsächlich sehr am „Clouds“-Artwork und wirkt, da jetzt auch die Sonne untergegangen ist, schön intensiv und für eine angenehme Stimmung. Aber auch die Grüntöne verfehlen ihre Wirkung nicht. Interessanterweise folgt nun mit „Divided“ ein Song von der „Prey“. Nicht schlecht, aber was von der „Astral Sleep“ wäre schon geiler gewesen. Und dann ertönt das Intro „Wildhoney“ und ich kriege jetzt schon Gänsehaut, da nun „Whatever That Hurts“ kommen muss, Herrlich! In die Beleuchtung haben sich jetzt noch passenderweise ein paar orangene Lichter integriert. Der Song geht nahtlos in das grandiose „The Ar“ über, wird geil von allen performed und mit „The Visionaire“ fortgesetzt. Ich bin wirklich ergriffen und mein Herz lodert zufrieden vor sich hin. Nun folgt mit „Vote For Love“ eine weitere Nummer, die ich nicht erwartet habe. Cooler Song, aber „Mountain Of Doom“ oder „Ancient Entity“ wären geiler. Jetzt ertönt das Instrumental „25th Floor“ was ja nur bedeuten kann, dass jetzt „Gaia“ kommen wird! Was für eine Freude! Noch während des Intros und auch bei „Gaia“ an sich verabschiedet sich Johan von uns mit weiteren Liebesbekundungen und dass Gott uns segnen soll. Letzteres war schon irritierend, aber er meinte es ernst und aus ganzem Herzen und das ist doch das Wichtigste. „Gaia“ hat mich ja schon immer sehr bewegt und in Kombination, dass das Konzert, welches für mich auf seine Art und Weise toll und bewegend ist, nun endet und mir Johan immer noch leid tut, merke ich wie meine Augen immer feuchter werden und zum Schluss auch Tränen fließen. Ich glaube ich bin einfach nur emotional überfordert in diesem Moment. Nun erklingen die letzten Töne, die Menge jubelt und die Bandmitglieder freuen sich wirklich sehr über unsere Reaktion und verlassen strahlend zum düsteren Outro von „Clouds“ die Bühne. Danke Tiamat, auch wenn ihr nichts von der „Astral Sleep“ gespielt habt! Meine Augen sind immer noch feucht und ich muss erst einmal meiner Freundin eine Sprachnachricht schicken, um aus der Ferne geknuddelt zu werden. Danach geht es wieder besser und mir fällt dann doch mal um 22:00 Uhr auf, dass ich Hirni heute noch nicht wirklich was gegessen habe... Also auf zu den Futterbuden! (Rudi)
tiamat (Pic by Hendrik, Amboss Mag)
Dann kommen wir mal zum Headliner des Festivals: Bloodbath. Ich habe die Band mal 2005 auf dem Wacken und 2008 auf dem Party.San mit Mikael Åkerfeldt gesehen, das war schon jeweils eine coole Nummer, soweit ich mich erinnere. Ich bin jetzt nicht so der Bloodbath-Die Hard-Fan und habe auch nur ein paar Scheiben von ihnen zu Hause, aber ich hatte trotz aller Erschöpfung schon Bock auf eine Runde lecker Old School Death Metal, den die Truppe auf ihren Alben ja regelmäßig gekonnt abliefert. Das Ganze wie letztes Jahr bei Paradise Lost im Sitzen und aus der Ferne von der Wiese aus. Der Sound hat auf alle Fälle schon mal gut Druck, die Songs machen auch soweit Laune und was ich so von der Lightshow sehe, macht diese auch gut was her. Beim Headliner wird ja auch Entsprechendes erwartet. Beim Gesang sind wir am Grübeln, wer denn da am Mikro steht, da die Stimme schön grunzig klingt, eigentlich Nick Holmes singen sollte und er letztes Jahr bei Paradise Lost nicht so friedhofig unterwegs war. Also stehe ich doch mal auf, da der stehende Rest meiner Crew sich von der Optik her nicht sicher ist, wer da am Start ist. Ein Typ mit Baseballcap war zu sehen. Das hilft natürlich nicht weiter, aber ich meine aus der Stimme Nicks Timbre herauszuhören und bei den Ansagen war es dann klar, dass er es ist. Entweder hat er heute so richtig Bock oder er nutzt einen Effekt. Wenn ich schon stehe, fällt mir auch gleich mal auf, dass Bloodbath nur mit einem Gitarristen auftreten. Dem Sound im Ganzen schadet es aber nicht, finde ich. Die Zeit der blutbesudelten Outfits scheint auch vorbei zu sein, aber gut, ich habe die Band jetzt 17 Jahre nicht live gesehen. Ändert ja nichts an den Songs, die für einen schönen Festivalabschluss durch ihren mitreißenden Drive ja sehr geeignet sind, aber so richtig will der Funken auf uns nicht überspringen. Wir machen auch schnell den Grund dafür aus und das ist das Stageacting von Bloodbath, welches doch leider eher unmotiviert wirkt. Gerade bei einem Headliner des letzten Abends erwarte ich doch mehr Energie und Lust darauf, das mittlerweile doch sehr kaputte Publikum nochmal richtig zu packen und mitzureißen, auf dass es noch mal richtig abgeht. Aber Fehlanzeige, ein bisschen auf der Bühne hin und her laufen und ab und zu mal headbangen, sind nicht wirklich die passenden Zutaten für einen gelungenen Abriss. Wenn ich da zum Vergleich an den hammergeilen Sodom-Gig vom letzten Jahr als Samstags-Headliner denke - was für ein Unterschied! Die hatten wenigsten richtig Bock auf einen fetten Abend zusammen mit ihren Fans. Ich weiß ja nicht was ganz vorne los war, aber um uns herum steppte bezüglich des Konzerts nicht gerade der Bär. Vielmehr erfreuten sich die Leuten an der immensen Masse an Knicklichtern die in Umlauf gebracht wurden und so allerlei schön anzusehende Basteleien ergaben. Das in Kombination mit Bloodbath als musikalische Untermalung hatte doch seinen Reiz.
Nachdem Bloodbaths letzten Töne erklingen und sie die Bühne verlassen, ist es mal wieder an der Zeit für den alljährlichen Abschied von diesem wie immer herrlichen Festival, der mit einem großen Dank der Organisatoren an alle helfenden Hände und uns Gästen endete. Und so möchte auch ich mich in den großen Reihen der Dankeschöns einreihen, denn das Party.San-Team hat sich in allen Belangen mal wieder absolut den Arsch für alle aufgerissen. Es war wieder mal einfach nur super hier zu sein und seit Mittwoch eine umwerfend tolle Zeit gehabt zu haben. Die Stimmung war wie immer mega, die Leute gut drauf, der Bühnensound generell sehr gelungen, ich hatte viele tolle Gespräche und Begegnungen und die Leute an der Einlasskontrolle waren auch relaxt. Gleiches gilt für alle Teams an den Getränketheken, die zu keinem Moment miesepetrig waren und uns immer wohl gelaunt die schön gekühlten Getränke unserer Wahl servierten. Ich möchte den Job wirklich nicht machen. Genauso wie Betreibung des Dusch- und Toilettencamps. Hut ab dafür. Essenstechnisch konnte ich auch wie immer absolut nicht klagen, sei es der Pommes-Stand mit seinen sauleckeren Kartoffelstäbchen und der göttlichen Käsesoße, der Stand mit den afghanischen Speisen, die jedes Jahr ein Genuss sind und natürlich Green Republic, die mit ihren exquisiten Leckereien mit viel Ruhe, trotz langer Schlangen, und immer mit einem Lächeln im Gesicht unsere leeren Bäuche füllen.

bloodbath
Und so freue ich mich jetzt schon saumäßig auf das kommende Jahr, welches auch den 30. Geburtstags des Party.Sans bedeutet, und wenn ich daran denke, was schon alles geiles an Bands bereits verkündet sind, fange ich sofort wieder an zu sabbern. Testament, Amorphis, Hypocrisy, Firespawn (!), Deceased (unfassbar!), Desaster, Murder Squad (krasse Sache!), Jungle Rot, In The Woods... (!), Wolfbrigade (!!), Tulus, Fleshcrawl (Yeah!), Temple Of Dread (super!), Sear Bliss, Hexvessel, Gates Of Ishtar (Killer!), A Canorous Quintet (ich dachte ich habe mich verguckt) und und und... Alleine die gerade aufgezählten Band sind meiner Meinung nach die Ticketkosten schon absolut wert. Also, wir sehen uns nächstes Jahr ihr Maniacs! (Rudi)