Der Name BLACKYARD RIOT klingt schon nach Riffrock, Kettenfett und AC/DC. Und machen wir uns nichts vor: live überzeugt das sicher. Die Band selbst erwähnt unter anderem AIRBOURNE, AC/DC und BACKYARD BABIES als Inspiration. Es handelt sich allerdings nicht um Newcomer, sondern Musiker, die ihre Erfahrungen teils in der AC/DC Coverband SIN CITY sammelten. Deren Sänger Porty Porter übernahm bei einigen Songs auch das Frontmikro (siehe Tracklist). Die ersten Songs sind schon ziemliche Knaller, obwohl Refrains wie "It might get loud - you got to scream and shout!" ein bisschen zu simpel gestrickt sind. Dafür stimmen die Riffs, die ihre Einflüsse nicht leugnen können und wollen.
Gute Ideen sind eingebaut, die zwar auch aus den Baukästen der inspirierenden Bands stammen, trotzdem für Abwechslung sorgen. Beim treibenden "All known Man" höre ich DIRTY LOOKS (80er AC/DC - Sleazerock Mix) heraus. Gitarrist Dersin Tugal übernimmt auch den Leadgesang. Das tut er überzeugend in den mittleren und unteren Tonlagen. Leider bleibt er nicht da, sondern geht zu oft in die Kopfstimme. Das macht die Sache anstrengend, denn dann klingt er nach einer qietschenden Axel Rose Kopie. Dass er es auch besser kann, zeigt er zum Beispiel beim Ohrwurm "Higher", der das selbst produzierte Album deutlich aufwertet. Bei "The Wolf" gelingt die Symbiose aus späteren AC/DC (Razors Edge Ära) und Guns 'n' Roses gut, genau wie beim treibenden "(Not The One To) Blame", wo die BACKYARD BABIES sicher als Vorbild dienten. Bei "Poor Man" klingen die Vocals so dermaßen nach Axl Rose Kopie, dass diese Nummer trotz gutem Refrain und gelungenem Mittelteil nicht zündet. "Light Em Up" ist ein starker Rocker, der unter dem gleichen "Axl" Problem leidet. Das ist schade, da ansonsten alles stimmt. Der groovende Abschluss "Hell on Wheels" trifft da vom Gesang eher ins Schwarze.
BLACKYARD RIOT bieten ohne Labelvertrag mit dem selbst produzierten "It Might Get Loud" ein ambitioniertes Hard Rock Album mit Spuren der Young Brüder an. Das Rad wird nicht neu erfunden, trotzdem macht das Teil Spaß. Ohne Axl Rose Kopie hätte ich noch ein paar Punkte drauf gelegt.
BLACKYARD RIOT bieten ohne Labelvertrag mit dem selbst produzierten "It Might Get Loud" ein ambitioniertes Hard Rock Album mit Spuren der Young Brüder an. Das Rad wird nicht neu erfunden, trotzdem macht das Teil Spaß. Ohne Axl Rose Kopie hätte ich noch ein paar Punkte drauf gelegt.