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...And You Will Know Us by the Trail of Dead - Tao Of The Dead

VÖ: 04. Februar 2011   •   Label:  Superball Records

Aber wer mit seinem Bandnamen allein schon Google totspammen kann, erntet wenigstens ob des Trashfaktors ein wenig Anerkennung.
Das Neuste Werk der 1994 gegründeten Progressive-Rockband, das unerwartet fast schon lakonisch nur „Tao of the dead“ betitelt wurde, führt kohärent fort, was Vorgängeralben, Musikrichtung und Bandname vermuten, viel Hang zum künstlerischen Experimentieren, keine trennscharfen Linien und viele Eigenheiten, die sich einem erst nach mehrmaligen Hören vollends erschließen lassen. Die wenigen hörbaren Songs in der zu verortenden Mitte des Albums sind wirklich gut und irgendwie eine Mischung aus psychodelischen und abgespaceten Retro Siebziger keys, mittelmäßig gezerrten Gitarren und melodischen hooklines, die manchmal fast schon melancholisch sind und alles im midtempo Bereich angesiedelt. Während „Pure Radio Cosplay“ fast schon zu hart wirkt, denn hier wird mal etwas mehr auf die Tube gedrückt, ist „The Wasteland“ wieder ruhig und melodisch. Dem Ende entgegen wird mit „Pure Radio Cosplay (Reprise), wie der Titel schon vermuten lässt, mit musikalischen Motiven wiederholt, was schon am Anfang fulminant vorgespielt wurde, zwar nicht redundant, aber nicht wirklich einfallsreich. Doch vermutlich soll das Ganze dann auf den zweiten Teil des Albums hinweisen „Tao Of The Dead Part Two“, der logischer Weise nur aus einem 16 minütigen Song besteht, aus dem manche Bands, wie Black Mountain, aber auch ein ganzes Album geschustert hätten. Die Scheibe hat insgesamt Höhen und Tiefen, für den geneigten Metalhead nicht so das Wahre, aber für jeden Jungspund mit zu vielen Hummeln im Hinterteil und melancholischen Tendenzen wohl das richtige. Man kann sich insgesamt dem Eindruck nicht verwehren, dass diese LP wohl eher ein Hörspiel mit musikalischer Untermalung werden sollte. Ganz nebenbei bemerkt, das Cover der CD sieht aus wie die übermäßig tot codierte myspace page einer 14 jährigen mit dem Hang zu hellblau.
Trotz aller Genretypischer Mäkeleien, solides Handwerk!

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