Dass der Großraum Hildesheim in Sachen der düsteren und härteren Klänge mehr als nur ein Geheimtipp ist, liegt nicht nur am Mer'a-Luna-Festival, sondern auch an jungen, dynamischen und aufstrebenden Bands jedweden Metal-Genres. Das, was BETONENGEL für den Thrash Metal sind, als das könnte man 5FT HIGH & RISING für das shoutende Metier bezeichnen, allerdings ohne dass sich die Band auf einen Bereich wie Metalcore festlegen würde.
Seit ihrer Gründung im Jahre 2009 können die fünf Alfelder nicht nur auf die Veröffentlichung ihrer ersten EP „The Alpha & Omega“ zurückblicken, sondern auch schon auf über 80 Auftritte in diesem unseren Lande, den Niederlanden oder der Schweiz.
Einen Line-up-Wechsel nahmen 5FT HIGH & RISING schließlich zum Anlass, sich auch musikalisch neu auszurichten. Fortan spielen Genre-Grenzen keine Rolle mehr, in den Focus rückte vielmehr eine gelungene Mischung verschiedenster Elemente aus den Bereichen Post Hardcore, Metalcore und Rock. Darüber hinaus konnte man Florian Nowak (5BUGS, WAR FROM A HARLOTS MOUTH) gewinnen, der zusammen mit den Niedersachsen das Debütalbum „Follower“ in den Daily Hero Studios in Berlin aufnahm.
Und das Ergebnis kann sich mehr als sehen lassen. Frisch, unverbracht, energiegeladen und dynamisch kommt der Sound daher. Das liegt nicht nur an der gelungenen Mischung verschiedenster Genre-Elemente, sondern auch an der Tatsache, dass die Riffs durch ein hohes Maß an Grooves, die Vocals durch eine gute Mischung aus aggressiven Shouts und emotionalen klaren Gesängen und die Melodien durch eine gesunde Eingängigkeit bestechen. Songs wie 'The descent' oder 'I am no dreamer' (in dem die Stimme bisweilen wie die von Fred Durst von LIMP BISKIT klingt) stellen den genuin eigenen Sound exemplarisch sehr gut dar. Mein Favorite: 'My cure'.
Fazit: 5FT HIGH & RISING bringen mit ihrem ersten Longplayer „Follower“ ein äußerst vielversprechendes Debüt an den Start, das mehr als mit einem Ausrufezeichen zu versehen ist und nicht nur bei den Freunden der härteren, groovig-metalcorigen Gangart auf gewogene Zustimmung stoßen dürfte.