Jetzt gibt es mit "Nothing's Gonna Stop Us" den nächsten Dreher, der – na logisch – der Frühphase der Australier huldigt. Doch halt – wer in diesem Genre ständig Stagnation vermutet, liegt zumindest bei '77 falsch. Ich weiß nicht, ob es an den Wechseln am Bass und den Drums liegt, aber der Sound wird um einige Facetten erweitert. So könnte der Refrain von "Tonight" auch von Kiss stammen, während die Valeta-Brüder an den Gitarren beim Titelstück auf einmal Thin Lizzy für sich entdecken. Doch keine Angst, es dominieren natürlich die amtlichen Riffrocker, die irgendwo in der AC/DC-Phase zwischen "High Voltage" und "Powerage" angesiedelt sind (z.B. "Street Dogs"). Dass einige Songs nicht ganz ins Schwarze treffen ("Still Waiting" z.B. ist mir etwas zu seicht), kann man verschmerzen. Neben geballter Kompetenz an den Gitarren glänzt Armand Valeta auch auf stimmlicher Ebene. An Bon Scott gibt es natürlich kein Herankommen, doch sein raues Organ geht ganz klar in die richtige Richtung.
Ein neues AC/DC-Album wird (wenn es denn kommt) sicher noch einige Zeit auf sich warten lassen. Bis dahin taugt "Nothing's Gonna Stop Us" allemal als Ersatzdroge. Hingewiesen sollte auch noch auf die anstehende Tour mit Dead Lord. Grandiose Konzertabende sollten bei diesen beiden Klassebands garantiert sein.
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