Das, was so klingt wie eine Beschreibung der wilden Jahre der Hildesheimer Band VICTIM, ist so als Biographie auf der Gesichtsbuch-Seite von ABOLITION A.D. zu lesen. Das sind auf jeden Fall hervorragende Voraussetzungen für den überaus launischen metallischen Hardcore Punk, den die Plattenfirma dann lieber doch als eine Mischung aus schmutzigen Sludge, Hardcore, D-Beat-Crust und Doom bezeichnet.
Doch Schubladen sind hier vollkommen fehl am Platz, da die vier Mannen aus Singapur sich schon aus den oben zitierten biographischen Gründen nicht an Genre-Grenzen halten würden. Und so ist es auch nicht weiter verwunderlich, dass die Songs musikalisch, vor allem im Hinblick auf das Tempo, sehr variieren. Während der titelgebende Track tempomäßig aus dem schnellen punkigen Hardcore-Bereich stammen, schleicht sich 'V.I.P.', so wie sich die knochige Hand des Gevatter Tod von hinten auf die Schulter des Delinquenten legt, äußerst doomig heran, allerdings riffmäßig mehr als gekonnt.
Was die einzelnen Tracks zusammenhält, ist die äußerst mitreißende Kakophonie, die aber auf zauberhafte Weise überaus harmonisch und hypnotisch daherkommt. Wieder einmal ein Fall für die Krachforschung ('Medieval Minds'), die hier dann auch nur feststellen kann, dass ABOLITION A.D. herausragende, düstere und brutale Soundlandschaften erschaffen, die die Fans von CURSED, ENTOMBED, HIS HERO IS GONE oder DARKTHRONE begeistern sollten. Herausragend sind auf jedem Fall der Opener 'Enchanted Land' und der Düster-Kracher 'Primal Fear'.
Kurz: ABOLITION A.D. bestechen auf ihrem Debütalbum "After Death Before Chaos" durch ihren dynamischen, kakophonen Krach, der aufgrund der schnaufenden Riffs und mitunter die Oberhand gewinnenden, hypnotischen und melodischen Manier durchaus zu überzeugen weiß.
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