Das was IN EXTREMO für die Verbindung von Mittelalter und Metal sind, das nehmen ADE für die Verbindung von griechisch-römischer Antike und Metal für sich in Anspruch. Nur dass die in Italien beheimateten Recken von ADE richtigen Metal machen, und zwar technischen Deathmetal mit Dark- und Gothic-Elementen, der durch die Verwendung traditioneller griechischer und römischer Elemente das besondere Etwas erhält.
Vor diesem Hintergrund liegt es natürlich nahe, sich mit der eigenen antiken Geschichte auseinanderzusetzen. Das hat ja auch eine lange Tradition, man denke nur an das Album „Romulus“ von EX DEO.
ADE widmen sich auf ihrem zweiten Longplayer dem Gladiator Spartacus, der seine bis in die heutige Zeit andauernde Popularität dem nach ihm benannten Aufstand verdankt.
Das Schicksal von Spartacus, gebürtiger Thraker, von den Römern versklavt, der zusammen mit etwa 70 anderen Leidensgenossen aus der Gladiatorenschule in Capua geflohen war, durch Zulauf ein Heer von fast 60.000 Kämpfern befehligen und der römischen Staatsmacht empfindliche Niederlagen beibringen konnte, wird musikalisch in angemessen aggressiver, brutaler und dynamischer Weise umgesetzt:
Doch wer da nur an Uptempo-Geschrote in reinster Form denkt, der liegt hier falsch. Denn die Songs bieten Gelegenheit zum Luftholen durch chorale Passagen ('Divinitus victor'), durch doomig-anmutende düstere sowie melodiöse Passagen ('The endless runaway') und natürlich durch die sich organisch einfügenden, sparsam gebrauchten und nie aufgesetzt wirkenden Passagen mit den traditionellen römisch-griechischen Instrumenten ('Sanguine pluit in arena').
Herausragend in diesem Zusammenhang: 'Six thousands crosses'.
Nicht nur für Fans von BEHEMOTH, HOUR OF PENANCE oder FLESHGOD APOCALYPSE ein absolutes Muss!