“Never Fragile” ist eine langweilige Mischung aus Gothic, Pop und Rock, wobei die Band in keinem dieser Genres zu überzeugen weiß (geschweige denn Akzente zu setzen vermag...), sondern sich als drittklassige Abkupferer entpuppen. Die Sängerin ist klassisch ausgebildet und eifert sämlichen Kari Rueslattens, Anneke van Giesbergens und Tarja So-und-sos dieser Welt nach, wobei sie aber mit ihrer Stimme stets völlig austauschbar bleibt. Ihre energischer wirkende Rock-Stimme klingt hingegen Dolores O´Riordan von den Cranberries zum Verwechseln ähnlich, was man sowohl als positiv als auch negativ auffassen kann. Alles in allem nervt der Gesang nach zweimaligem Anhören aber gewaltig, und das ist wenig förderlich bei Musik, wo gerade das Sangesorgan in den Mittelpunkt gerückt wird und die übrigen Instrumente hinter sich herzieht. Damit wären wir auch schon wieder bei der Musik: keinerlei Höhepunkte, lediglich eine Aufwärtstendenz beim Stück “Forlorn”, die “Never Fragile” aber nicht aus dem roten Bereich hieven kann. Macht das Spielen solcher Lieder überhaupt Spaß? Ich kann´s mir nicht vorstellen.
Bitte, liebe Musiker, behaltet solche Musik zukünftig für euch. Ich kann es nicht mehr am Ohr haben...
Stefan Belda
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