Der Fairness halber muss man aber eingestehen, dass die Messlatte in dieser Musiksparte bereits sehr hoch angelegt ist und sich vermutlich deshalb auch schon ein Rücklauf von Trends wie diesem feststellen lässt. Darüber hinaus zählt die Meinung des einzelnen. Mir persönlich hat gefallen was mich erwartete als meine Ohren in Richtung 'Killzone' lauschten, obgleich es keine Neuerfindungen sind, die ich von dort aus vernehmen konnte.
Nach dem Intro, einer Kollage aus pompös anmutenden Orchestralklängen, Chören, Schußwaffensounds und menschlichen Schreien, erfolgt der Tritt in den Rücken und damit der Stoß in die derbe, sterile Welt Animas. Kalt und unorganisch klingende Drums und ein sehr tiefer, weniger druckvoll produzierter Gitarren- und Bass-Sound paaren sich mit wechselseitigem Grunz- und Scream-Vocals. Dabei geben Anima oft Vollgas und prügeln sich so durch die 40 Minuten von 'Enter The Killzone'. Der Teils etwas dumpfe Gitarensound erinnert dabei stellenweise an Deathmetal der frühen 90er und erweckt daher ungeahnte Sympatien. Zusammen mit den erwähnten Drums bilden diese im Übrigen eine Einheit, die speziell in den langsameren, stampfenden Passagen sehr gut funktioniert
Aus der Art schlagen Stücke wie das Zwischenspiel 'Black Night' oder der finale Track 'XXXIII'. Letzterer ist mit orchestralen Samples verstärkt und geht anfangs glatt als Death-Black Metal durch.
VÖ: 26.02.2010
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