Musikalisch bietet man im Groben schon Death Metal, integriert aber viele Elemente des Doom, bedingt auch des Dark Metals und auch Einflüsse aus dem progressiven Power Metal sind hier stark zu vernehmen. Dazu holt Sänger Robbie J. de Klerk eine große Spannbreite an Vocals aus dem Sack. Mal wird tief gegrunzt, dann wieder mit klarer reiner Stimme intoniert und anderen Stellen wiederum flüstert man. Doch der gute Mann begrenzt sich nicht nur auf seinen Job als Sänger und greift deshalb des Öfteren zur Oboe, was eigentlich bei wenigen Genre-Bands der Fall ist. Doch das Instrument steht der Scheibe wirklich gut zu Gesicht und verleiht den Songs manchmal leicht orientalische oder gar mittelalterliche Einflüsse. Das Tempo der Musik gibt sich auf „Dark Dreams, My Child auch äußerst variabel. Zwar ballert man schon mal drauf los, doch geht man in den vielen, doomigen Prog Parts auch öfters arg vom Gaspedal. Gleich die ersten Klänge vom ersten Stück, "These Lonely Eyes", erinnern mich irgendwie an die „Tales From The Thousand Lakes“ Scheibe von Amorphis. Der Metal Sound mit der Oboe wiederum lässt ein wenig an Bands wie Orphanage und Celestial Season denken. Und bei den Prog-Elementen fallen mir unweigerlich Gruppen wie Dream Theater und Fair Warning ein. Mal stampfend marschierend, mal doomig schleppend, dann wieder balladesk, lassen sich die Jungs musikalisch nicht limitieren und erzeugen in ihren 9 Songs eine sehr melancholische Grundstimmung. Wen ich jetzt neugierig auf die recht einmalige wie eigenwillige Metal Mixtur gemacht habe, der sollte Another Messiah definitiv eine Chance geben. Ich kann dieses Album nur empfehlen, auch wenn es nicht auf Anhieb vollends zündet, braucht es schon mehrere Hördurchgänge bis es sich festsetzt.
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