VÖ: 18. September 2006 • Label: Candlelight Records
22. November 2006
Auf eigene Faust – das heißt: Im eigenen Studio – haben die vier Norweger mit Axiom ein Debut aufgenommen, das einer kommerziellen Studio-Produktion Qualitativ in nichts nachsteht. Die sehr lange, durchschnittliche Spielzeit der nur sechs Tracks legt es nahe: Hier versucht sich jemand an progressivem Black Metal.
So verfahren und eingeschlafen, wie der angeblich ‚moderne’ Black Metal sich heuer gibt, kann etwas innovative Aufmuckerei nicht schaden. Und dass auf „Axiom“ eine Vielzahl von interessanten Ideen enthalten ist, lässt sich nicht bestreiten. Von aggressiven Black-Parts mit stellenweise anklingenden Death Metal-Anleihen (etwa in „Earth Erasure“) oder vor echter, intensiver Epik strotzenden Atmosphäre („Sowers of Discord“)enthält „Axiom“ ein paar bombastische Momente, die sowohl Akustik-Gitarren, als auch dezent untermalende Keyboard-Chöre zulassen.
Leider hat der Vierer ein äußerst unglückliches Händchen bei der Verknüpfung der einzelnen Elemente: Die Songs tragen deutliche Schweißnähte, wirken durch das plötzliche Umspringen von Part zu Part fahrig, zusammengestückelt, anstrengend. Dieser Umstand wird nicht besser davon, dass oftmals Gitarren-Parts und Themen unnötig in die Länge gezogen werden, damit man am Ende auf die ersehnten zehn Minuten Spiellänge pro Track kommt.
Selbst nach mehrmaligem Durchhören der knappen Dreiviertelstunde Spielzeit verliert man sich immer noch irgendwo im Ödland zwischen unüberschaubarer Komplexität einerseits, Eintönigkeit andererseits. Hängen geblieben ist nichts außer dem Prädikat „interessant“. Das allein reicht jedoch nicht aus.
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