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Anti-Flag - Lies They Tell Our Children

VÖ: 05. Januar 2023   •   Label:  Spinefarm
Auch das neue Album erfreut sicher total gut gelaunte, Markenklamotten tragende Teens, die bei Insta posten, wie sie zu der krassen ANTI-FLAG voll meeeeggaaa abgefeiert haben. Was das noch mit Punk zu tun hat, weiß ich nicht. Dieser brave, hochpolierte Sound nach Schema F, der eher in Stadien als Clubs passt, hat sich für mich zu weit von dem entfernt, was Punkrock für mich sein sollte. Da finde ich keine Ecken, keine Provokationen, keine Wut. Da passt es dann auch, dass die Band im Infosheet als Punkikone bezeichnet wird. Wenn etwas nicht Punk ist, dann Ikonen. Irokesen statt Ikonen! Die Texte mögen gut sein, wenn's das ist, können sie aber auch ein Buch schreiben. Das von Campino unterstützte ´Victory Or Death (We Gave 'Em Hell)´ klingt wie aufgeblasene, kitschige POGUES und schafft es vielleicht dank der prominenten Unterstützung sogar zu Florian Silbereisen. Musikalisch würde es dort kaum aus dem Rahmen fallen.
Dass man melodiösen, modernen Punkrock auch richtig gut servieren kann, haben beispielsweise PENNYWISE auf ´All Or Nothing´ bewiesen. An dieser Energie beißen sich ANTI-FLAG trotz etlicher Gaststars die Zähne aus.

So wie Beck´s Lemon für Leute ist, die kein Bier mögen ist ´Lies They Tell Our Children´ was für Leute, die keinen Punkrock mögen. Ich höre jetzt ´Suffer´ und trinke dazu ein Flens. Plopp!
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