Wie Marco Fogg in Paul Austers Roman "Moon Palace" in den Westen zieht, so begab sich auch Universal Baby Sänger Cornelius Ochs auf den Weg zwischen New York und San Francisco und kehrte mit der Überzeugung zurück, sich musikalisch verwirklichen zu müssen.
Das Resultat liegt nun vor und die Deutschen liefern ein melancholisches Rockalbum ab, welches für die tanzwütige Studentengemeinde bei der Erstsemesterparty ebenso passend sein dürfte, wie als Hintergundmusik für das Aufreißerdate bei dem man o.g. Studentinnen in die Kiste bekommen möchte. Leichte Traurigkeit mit Reminszenzen an die 70iger, die sich stilistisch zwischen INXS, Kings of Leon und Tin Machine bewegt. Straßenstaub sucht man hier vergeblich, dafür findet man wohl eher britische Twangamps im Gepäck der Jungs.
Während ich zunächst dachte, dass ich mit der Musik gar nicht warm werden würde, da sie mir zu sehr an Kulturpädagogik und Darstellendes Spiel erinnert, muss ich zugeben, dass Songs wie "Alright in the Air" durchaus begeistern können und gar nicht mal schlecht zum Dauerregen vorm Fenster passen.
Insgesamt also nicht unbedingt die richtige Kost für den hardrockenden Mähnenschüttler, aber durchaus für Freunde des chilligen Sit-Ins in der Studi-WG.
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