Schweden übt einen ganz besonderen Reiz aus. Denn das Land im Norden Europas besticht nicht nur durch seine schöne Landschaft, sondern hat auch im Kulturbereich einiges vorzuweisen. Man denke nur an die vielen Schwedenkrimis, die sich auf der ganzen Welt einer ungeahnten Beliebtheit erfreuen, oder auch an die vielfältigen weltweit erfolgreichen Musikexporte (ABBA, MANDO DIAO, AMON AMATH. IN FLAMES, DISMEMBER).
Pech hat man nur, wenn man als lebenslustiger junger Mensch in der schwedischen Einöde aufwächst. Was tun? Ganz einfach. Man gründet eine Band. Das haben auch Fred Andersson, Hakan Ficks, Jacob Martinsson und Erik Sjökvist getan, als sie sich zu THE DURANGO RIOT zusammentaten und im Jahre 2007 ihr Debutalbum „Telemission“ herausbrachten. Ein Album, das im skandinavisch-typischen Rocksound (MANDO DIAO lassen grüßen!) daherkam, aber durch gekonnte Anspielungen auf THE DOORS, mit King-Crimson-Saxophonen und Blues-Mundharmonica einen durchaus eigenständigen, schwungvollen und erfrischenden Weg einschlug.
In der Zeit bis heute sind die vier Schweden allerdings nicht untätig gewesen. Denn es folgte eine Phase des Tourens. Dabei unterstütze man Rock-Punk-Größen wie SOCIAL DISTORTION, DIE TOTEN HOSEN, BILLY TALENT, THE OFFSPRING oder auch KRAFTKLUB.
Nun ist der zweite Longplayer von THE DURANGO RIOT „Backwards Over Midnight“ erhältlich, der von Joe Barresi (QUEENS OF THE STONE AGE, TOOL) produziert wurde.
Und auch auf dieses Album ist mehr als gelungen. Druckvolle Gitarren im Verein mit treibenden Basslines und taktangebenden Drums bringen die Musik eindrucksvoll druckvoll nach vorne. Frisch, munter und fröhlich wird gerockt, was das Zeug hält und als ob es kein morgen gäbe. Dabei brillieren vor allem die Gitarren in einer gekonnten Weise und verleihen dadurch dem Sound eine ungewöhnliche Tiefe, Breite und Frische. Wer hier einen Abklatsch von MANDO DIAO erwartet, wird eines Besseren belehrt. Denn THE DURANGO RIOT bieten einen genuin eigenen Sound, ohne allerdings ihre Schweden-Rock-Wurzeln zu verstecken.
Zum Anhören bestens geeignet: 'Do it like a friend', 'Your rags, my riches' oder 'Realdogs'.
On Tour 2012
02.11. Visions Westend Festival (mit Dank Jones und Turbo Negro) – Dortmund
30.11. Karlsruhe – Substage 05.12. Frankfurt – Batschkapp
06.12. Trier – Europahalle
13.12. Nürnberg – Löwensaal
17.12. Lindau – Vaudeville
19.12. Dresden – Schlachthof