Seit "Enemy Lines" (1989) ist viel Zeit vergangen und die Jungs hatten zuletzt mit "Best of Bai Bang" auf sich aufmerksam gemacht. Das nunmehr fünfte Studioalbum ist ganz deutlich in der Tradition amerikanischen Glamrocks á la Faster Pussycat, Warrant, Firehouse oder den L.A. Guns gehalten, aber auch deutsche Bands wie Bonfire (z.B. "Are you ready, I'm ready) könnten als Vergleichsgrößen herangezogen werden.
Zwar sind die Kollegen des elektronsichen Blätterwaldes voll der Kritik, doch unterm Strich finde ich, dass Bai Bang ein recht passables Hardrock Album abliefern. Zugegeben, es gibt wenig Neues, die Kompositionen wuren z.T. schon sehr poppig gestaltet und stellenweise ziehen einem die Reime die Schuhe aus ("Party Queen"). Dennoch ist die Scheibe gefällig und leicht verdaulich. "All the little things" ist ein guter - wenn auch schon gehörter (Vgl. Def Leppard) - Melodicrocker, "Big Time Party" ist sehr eingägnig, obwohl der Refrain irgendwie an irgend so einen "Bravo Hits" Kuschelsommersong erinnert, dessen Name mir beim besten Willen nicht einfallen will.
Ich bin jedenfalls gespannt, wie die Songs klingen, wenn sie ungefiltert aus den Verstärkerwänden des Wacken Open Air donnern.
Fazit: leicht bekömmliche, eingängige Kost, die auch die Freundin erträgt, die sonst nur US5 hört. An Bands wie Crazy Lixx kann Bai Bang mit dem aktuellen Album allerdings nicht herankommen.
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