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Bang - Bullets, The First Four Albums

VÖ: 18. November 2010   •   Label:  Rise Above Relics

Das kommt einem jedenfalls in den Sinn, wenn man sich Bang „Bullets, The First Four Albums“ reinzieht. Die mittlerweile seit 2001 wiedervereinigte Hardrockband Bang, die zwischen 1970 und der Auflösung 1973 beachtliche 4 LPs aufnahmen und davon 3 veröffentlichten, und alle zusammen nun wieder als Kompilation ab Ende November von Rise Above Relics feilbieten lassen, erinnern stark an Legenden wie Steppenwolf, James Gang und Grand Funk Railroad.
Hier und da findet sich ein bisschen rockiger Funk, wie in die James Gang praktizierten, ein wenig Hammond-Organ von Deep Purple, um psychodelisch den V8 mal abkühlen zu lassen und mehrstimmiger Gesang a la Uriah Heep, der den Trip auf die Höhe treibt, aber vor allem für die frühen Siebziger ungewohnt harte Gitarren. Das mag jeden Metaller mit Sinn für Musikgeschichte freuen. Einziges Manko ist der dämlich technisch bedingte dünne Sound in den frühen Siebziger, beispielsweise der Drums, wodurch das ganze ein bisschen an Energie einbüßt und nach Papas alten Platten klingt. Einige Durststrecken gibt es auch, aber der wirkliche Siebziger-Hardrock Fan, weiß auch jene angemessen einzuschätzen. Man muss halt auf ausgedehntes groovy Gedudel stehen. Die vielen Ohrwürmer machen das wieder wett. Ehrlich gesagt höre ich, wenn Funk und Groove mich packen, mir lieber dann Bang an als die Retro-Nutznießer Wolfmother, die das Seventies-Feeling nur begrenzt herüber bringen können.
Musikalisch gibt es an den vier Alben überhaupt nichts auszusetzen, damals wusste man offenbar noch wie man ordentlichen dreckigen Hardrock macht, vielleicht war aber auch des Rockers liebste Inspiration Jack Daniels und die Unze Gras billiger. Um so erstaunlicher, dass Bang so unbekannt blieb. „The best music you never heared“, sei als Fazit hiermit ausreichend.

Linus-Henry Meyer

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