Dazu gesellt sich aber noch eine, von mir bis dato nicht so richtig wahr genommene, weitere Härte, die sich in der Zerstörungswut des Grind und Crust Cores offenbart. Und genau da setzen Bands wie die Bathtub Shitter gnadenlos an und richten eine derartige musikalische Verwüstung an, die sich gewaschen hat. Meist rasend schneller Knüppelgrind, begleitet von zwei wahnsinnigen Schreihälsen und das ganze schließlich in einem dreckigen rotzigen Undergroundsound zusammengefasst, der sich schon wieder cool anhört. So ungefähr war mein erster Eindruck der japanischen Grindcore Violence Chaoscombo, als ich deren 7er One Fun auf meinen Plattenteller rotieren ließ. Sechs Prügelsongs, abzüglich des Outros japanese spoken shits, entführen den geneigten Hörer derbster Klänge auf eine Reise ins abgedrehte Innerste der „Badewannen Scheißer“. Die Lieder handeln überwiegend von Gewalt, Armut, Korruption und Tod, was sich alleine schon am Artwork ganz deutlich abzeichnet. Dennoch verleugnen die Bathtub Shitter keineswegs ihre Wurzeln. Hier und da schimmern des öfteren einige interessante Metalriffs hindurch und auch das Cover storm of stress von den genialen Terrorizer überzeugt auf ganzer Linie. Wer auf ziemlich Durchgeknallte und verrücke Grind Mucke abfährt und auch mit recht kurzen Tracks zurechtkommt, sollte dieses schwarze Kleinod auf jeden Fall mal antesten. Denn wer einmal im Gehirn der durchgeschossenen Kamikaze Musiker gelangt ist, kommt da auch so schnell nicht wieder heraus.
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