Wer sich nun erdreistet und Benea Reach ausschließlich dem Metalcore zuschreibt, der sollte sich in die Ecke stellen und gehörig schämen! Benea Reach sind weit ab von den stereotypen Gefilden des Metalcore. Vielmehr gehört diese Band in den Bereich des progressiven und experimentellen Metals. Natürlich sind auch gewisse Metalcore-Elemente vorhanden, doch diese definieren auf keinen Fall den Geist des Albums. Dafür haben sich Benea Reach hier einfach zuviel Mühe gegeben, um etwas wirklich Eigenständiges zu schaffen. Dabei nehmen die Norweger keine Rücksicht auf Genregrenzen oder Sonstiges, sondern zeichnen ein Klangbild, welches seinesgleichen sucht.
Da, wo die generische Masse der Metalcorebands lediglich ihre stereotypen Songmuster abfährt, genau da setzen Benea Reach an und injizieren ihre Kreativität, um eine ganz eigene Klangwelt zwischen Härte und Emotion zu schaffen, wie z.B. besonders gut bei "Reason" zu hören. Doch neben dieser Kreativität gibt es dann doch etwas zu bemängeln. Es ist fast schon unglaublich, dass es zu so etwas kommen kann, doch obgleich die Songs sich allesamt stark von der Masse unterscheiden, so sind sie sich selbst doch ziemlich ähnlich. Die 11 Songs dieser Scheibe unterscheiden sich nicht wirklich voneinander. Es gibt ein paar Ausnahmen, doch im Großen und Ganzen bekommt man hier 11-mal die gleiche Idee serviert, nur etwas anders garniert. Ausbrüche aus diesen Gefilden bietet z.B. der Track "Illume", doch insgesamt hätte es etwas mehr Variation gebraucht. Heißt nicht, dass das Album nicht gefällt - im Gegenteil. "Alleviat" ist ein wirklich schönes und gutes Album, doch die auf Dauer sehr ähnlichen Riffings und Strukturen werden leider nach einiger Zeit langweilig. Benea Reach könnten sich wirklich bis zum Genrethron vorarbeiten, mit "Alleviat" sind sie auf einem guten Weg, verharren allerdings im Mittelfeld.
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