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Berzerker Legion - Obliterate The Weak

VÖ: 30. Januar 2020   •   Label:  Listenable Records
Ich fang mal mit dem Gesamteindruck an. Beim Hören dieser Scheibe kommt mir der Vergleich mit einer Filmkulisse in den Sinn. Vorne und beim ersten Anblick alles sehr schön und massiv. Wenn man sich aber die Mühe macht, dahinter zuschauen, gibt es eher Pressspanplatte.

Die Produktion ist mächtig fett und ich glaube, dass ist ein Grund dafür, dass die Platte bei mir nicht zündet, insbesondere der Gitarrensound klingt mir viel zu künstlich. Musikalisch gibt es straighten Death Metal der mir über weite Strecken viel zu bieder klingt und einen zu hohen Schunkel- und Mitpfeifffaktor hat. So klingt der Albumtitel etwas nach Autoaggression. An manchen Stellen wie bei ´Of Blood And Ash´ nervt die Leadgitarre sogar. Auch wenn die Band wie bei ´The King Of All Masters´ erhabener klingen will, kann mich das nicht überzeugen. Das haben die Labelmates von DISBELIEF wesentlich besser und intensiver hinbekommen. Aber auch bei Tracks wie ´In The Name Of The Father´ die von Tempo und Machart eigentlich genau mein Ding sind, springt der Funke bei mir nicht über. BERZERKER LEGION klingen nicht schlecht, liefern aber nichts was ich nicht schon besser gehört habe. Lediglich Sänger Jonny Pettersson verhindert mit seinen guten urwüchsigen Vocals, dass die Platte richtig nett klingt.

Aufgrund der prominenten Besetzung wird die Truppe wohl auf Festivals oft erst nach besseren Bands die Bühne entern. Schade und ungerecht, denn ´Obliterate The Weak´ liefert nur durchschnittlichen Death Metal, den aber in aufwendiger Verpackung.
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