Denn das neue Material der Münchner ist trotzdem allererste Sahne. Erstens gibt’s schon mal nen Oscar für herausragende Verdienste beim Songwriting und Komponieren. Dabei werden die zwölf Songs von einer derartigen Leichtigkeit getragen, dass man es kaum glauben mag. Eingängigkeit wird hier groß geschrieben. So bleibt vieles gleich nach dem ersten Hördurchgang hängen. Exzellente Ohrwürmer, die die Süddeutschen da geschaffen haben. Auch die Songs gestalten sich sehr abwechslungsreich und tempomäßig wird das komplette Spektrum von flotten Nummern bis zur Ballade abgedeckt. Dabei erinnert mich der Gesang von Sänger Daniel Pharos stark an irgendjemanden. Wenn ich drauf kommen sollte, reiche es an dieser Stelle nach. Jedenfalls ist seine klare, tiefe Bassstimme sehr sanft und wohltuend und legt sich wie Balsam auf die Seele. Auch höhere Gesangspassagen meistert er wunderbar, auch wenn hier und dort dann mal ein Krächzer auftaucht, was aber nicht schlimm ist und auch nicht weiter ins Gewicht fällt. Auch auf wohlklingende, weibliche Gast Vocals hat man nicht verzichtet und so kommt es dann schon mal zu so manch netten Gesangsduetten. Dabei überzeugen die beiden Gitarristen mit ihren schönen Gitarrenläufen und Riffs, überraschen sogar mit dem einen oder anderen Solo. Nicht minder selten werden die Songs von wunderschönen Keyboardteppichen getragen oder es finden Pianoklänge oder Geigen ihren Einsatz. Beim letzten Stück „A Minute Before Dawn“ bekommen wir sogar Flamenco Klänge durch eine Akkustik-Gitarre zu hören. In das Gesamtbild fügt sich nahezu perfekt und nahtlos ganz dezente Elektronik ein. Was für einige abschreckend klingen mag, ist aber wirklich absolut hörenswert. Unter den zwölf Titeln finden sich absolut keine Aussetzer. Also von meiner Seite her gibts da wirklich nichts zu meckern, auch was die glasklare Produktion betrifft. Bleiben tut ein höchstsympathisches Album, das einfach nur Spaß macht. Wer gerne The 69 Eyes, HIM, Lacrimas Profundere, Theatre Of Tragedy und Konsorten hört, kann hier absolut nichts falsch machen. Für jemanden der grundsätzlich gerne Gothic hört, ist diese Scheibe sowieso ein absoluter Pflichtkauf. Aber auch alle anderen sollten mal über den Tellerrand hinausschauen, sonst entgeht ihnen wirklich ein „Leckerbissen“. Anspieltipps: alles!
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