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Blackevil - The Ceremonial Fire

VÖ: 06. Juli 2017   •   Label:  F.D.A. Rekotz

Nach kurzem Intro geht es dann auch in diesem Stil los. Ein messerscharfes Riff irgendwo zwischen Speed und Thrash, fast durchgehend hohes Tempo und dazu an DESTRUCTION erinnernde Vocals mit fast „schmierigen“ Schreien. Ein so frischer wie überzeugender Auftakt. In der Güte geht es weiter, die Gitarrenarbeit bei ´ Heavy Forces Marching On´ erinnert mich etwas an glorreiche WHIPLASH Taten auf der ´Ticket To Mayhem´. Leider mischen sich hier erstmals klassische Metal Screams in den Gesang, die Rob Halford Höhen erreichen. Das ist so gar nicht meins.
Im Folgenden bilden dann zum Glück Growls den Gegenpart zu den regulären Vocals. Bei dem schimmert erstmals ein dezenter Black Metal Einschlag durch. Bis hierhin alles in Butter, doch dann gibt es mit ´Seven Bridges Seven Gates´ einen herben Ausfall zu beklagen. Nach etwas unmotiviertem Geklimper gibt es einen für mich grottenlangweiligen Song mit ödem Riff und kaum erträglichem Jammergesang. Auch die kurzen, garstigen Knüppelausbrüche können den Track nicht retten. Wenn es der Versuch war eine Bandhymne zu schreiben, ist der nach hinten losgegangen. Das Ausblenden ist der passende Schluss für den Track.
Danach aber fangen sich BLACKEVIL wieder und machen mit fettem Black Thrash weiter. Leider gibt es auch hier wieder die mir zu hohen Metal Vocals. ´Black Magick Riders´ ist dann ein guter Thrasher mit allem was dazu gehört. Klasse Riff, hohes Tempo, einprägsamer Chorus. Dass die Süddeutschen auch gute Metal Riffs auf der Pfanne haben zeigen sie anschließend bei ´Ritual Coven Fire´. Leider überzeugt mich der Rausschmeißer dann wieder auch nur bedingt. Der Track beginnt mit seichtem Meeresrauschen und legt nicht wirklich an Härte zu. Das ist mir zu nett, dudelig und pathetisch.

So bleibt unterm Strich ein durchwachsener Eindruck. Oft lässt die Platte für mich deutlich nach, wenn die Einflüsse des klassischen Metals zunehmen. Das mag aber auch sehr subjektiv sein, denn mit diesem Stil werde ich wohl nie mehr warm werden und kann gut damit leben, kein Freund MANOWARs zu sein. Wer auf Thrash mit Einflüssen von Black und klassischen Metal steht wird sicher begeistert sein.

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