Zum Hauptinhalt springen

Bloodlights - Pulling No Punches

VÖ: 25. Mai 2017   •   Label:  Konkurs Productions / Soulfood

Es ist mir wirklich unverständlich, warum die BLOODLIGHTS weiterhin ein Dasein im Untergrund fristen. Insbesondere das Debüt war eine großartige Rockscheibe und mit dem Renommee und den Kontakten, die Capitain Poon als ehemaliger Gitarrist von GLUECIFER hat, stehen eigentlich alle Ampeln auf Grün. Eigentlich. Denn auch trotz guter Gigs kommt die Band nicht wirklich von der Stelle.

Auch der Deal mit den relativ großen ´People Like You´ hat sich erledigt - ´Pulling No Punches´ erscheint auf dem bandeigenen Label.
Nun aber zur Mucke des neuen Albums. Im Prinzip gibt es alles, was die BLOODLIGHTS schon immer ausgezeichnet hat: straighter Rock mit einprägsamen Gitarrenleads und guten Hooks. So bietet ´Pulling No Punches´ Rock, der Spaß macht. Die Jungs versuchen weiterhin gar nicht die härtesten Motherfucker unter der Sonne zu sein, sondern einfach gute Songs zu schreiben. Das klappt über weite Strecken auch weiterhin. Leider sind einige Hooks nicht mehr ganz so eingängig wie auf dem Debüt und manch ein Riff ist auch nicht so knackig wie in der Vergangenheit. Mit  ´When You´re Not Here´ gibt es auch erstmalig einen Ausfall zu verzeichnen. Dass die BLOODLIGHTS auch ruhige Songs schreiben können, wissen wir seit ´Rain On A Sunny Day´ auf dem Debüt. Der ruhige Track auf dem aktuellen Album nervt mit der Hammondorgel ungemein. Das klingt als hätte ein 7 Jähriger eine Casio Orgel unterm Weihnachtsbaum gefunden und malträtiert nun die Familie. In der zweiten Hälfte des Songs gibt es dann ein unaufdringliches Klavier. Warum nicht gleich so? Dann wäre der Song, zu dem Heranwachsende in der Tanzstunde den Walzer lernen könnten, lediglich langweilig. Danach aber zocken die Norweger den flottesten Track des Albums und finden wieder in die Spur, die sie bis zum Ende halten. Mit ´The Only Way Is Down´ laufen sie zum Schluss sogar noch einmal zu Höchstform auf.

Unter Strich erreicht ´Pulling No Punches´ für mich nicht ganz das Niveau der alten Scheiben, insbesondere das des Debüts. Wer auf Rock ´n´ Roll steht, der auch mal mit Hardrock und poppigen Klängen flirtet, sollte die BLOODLIGHTS auf jeden Fall antesten.

Wir benutzen Cookies
Für einige Funktionen benützt diese Website Drittanbieter Cookies (YouTube/Google) - Lesen Sie mehr darüber in unseren  
Hinweis

Eine Ablehnung wird die Funktionen der Website beeinträchtigen. Möchten Sie wirklich ablehnen?