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Bon Jovi - This House Is Not For Sale

VÖ: 03. November 2016   •   Label:  Universal Music

Und natürlich hat der Kollege Zwingelberg recht, wenn er schreibt, dass BON JOVI ohne Frage eine der größten und bedeutensten Stadion Rock Bands der Big Hair Era gewesen seien und dass „Slippery When Wet“, „New Jersey“ „7800° Fahrenheit“ oder das selbstbetitelte Debüt die Latte so hoch gelegt haben, dass ein weiteres Erreichen in weite Ferne gerückt zu sein scheint. Auch der Aussage, dass die Ostküstler mittlerweile überaus popradiotaugliche Musik machen, ist uneingeschränkt zuzustimmen.

Doch das, was 2004 noch ein Verdikt war, ist aus heutiger Sicht zumindest teilweise zu revidieren, wenn man sich einmal der Qual aussetzt, die großen niedersächsischen Radiosender zu hören. Da ist man nämlich schon sehr dankbar, wenn zumindest das ein oder andere Lied mit Stromgitarre gespielt wird. Und wenn man nun die ersten Töne des neuen Opus „House Is Not For Sale“, das gleich mit dem Titeltrack mit der Tür ins Haus fällt, dann denkt man zunächst, man habe es mit einem erstklassigen, erfrischenden, dynamischen BRUCE SPRINGSTEEN-Song zu tun. Hammer!

'Living With The Ghost' kommt dann angeloopt schwebend daher und verbreitet ein Gefühl der Leichtigkeit des Seins. Dabei vermittelt nicht nur die Melody-Gitarre den Eindruck, dass The Edge von U2 in die Saiten haut. Ähnliches lässt sich bei dem Track 'Born Again Tomorrow' beobachten. 'Knockout' ist dagegen ein überaus modern anmutender Alternative-Rock-Song mit hohem Stadionrock-Potenzial. Die SIMPLE MINDS im leichten Country-Gewand lassen in dem ruhigeren, nachdenklicheren 'Labor Of Love' grüßen. Ganz nett sind auch noch 'Roller Coaster' oder 'New Year's Day'. Doch dann kippt das Album leider immer mehr ins Seichte und Beliebige, zum Teil bringen die Songs auch nichts wirklich Neues mehr. Denn 'God Bless This Mess' ist zum Beispiel eine durchaus hörbare Variation des SPRINSTEENschen Sounds.

Fazit: BON JOVI präsentieren auf ihrem neuen Werk „This House Is Not For Sale“ einen sehr frischen und modernen Sound, der aufgrund seiner alternative-rockigen Melody-Gitarren, aufgrund der mitunter BRUCE-SPRINSTEENschen hymnischen Rockigkeit und aufgrund seiner angeloopten Leichtigkeit durchaus ein Lichtblick im ansonsten doch sehr düsteren Radioeinerlei ist, auch wenn der Longplayer zum Ende hin doch etwas an Spannung verliert.

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