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Bonafide - Are You Listening?

VÖ: 26. Oktober 2023   •   Label:  Black Lodge Records
Die Schweden Bonafade sind schon seit 2007 auf dem rotzigen Pfaden von AC/DC unterwegs. Anführer Pontus Snibb hat ein geeignetes rohes Organ, das an Bon Scott erinnert. Die Gitarrenarbeit klingt auch deutlich an das australische Original, sodass die Zielgruppe klar ist.

Diesmal hat mich der etwas banale Titelsong ein wenig abgeschreckt. Hier wurde etwas zu sehr auf Stadionhymne getrimmt. Klar, es ist eine Hookline da, die hängen bleibt, aber sie kommt  irgendwie ein wenig zu simpel und vorhersehbar an. Genauso wie die erste Single "Zero The Hero", die mir auch etwas zu deutlich nach "Who Made Who" 80er AC/DC tönt. Da bringt der Boogie von "Salvation" doch mit etwas mehr 70er Aussie-Pub Atmosphäre. Richtig zur Sache geht es beim schnellen "Who's the Boss", welches mit einem interessanten Riff die Hüften zum Schwingen bringt. "Snacket" ist ein Duett mit Nisse Hellberg von der Band Wilmer X. Eine starke Nummer, die zusätzlich auch mit coolen Steel Guitars punktet. Das schnelle "Dealt a Bad Hand" schmeißt eine ordentliche Portion Rotz in den Raum, der auch von den frühen Rose Tattoo stammen könnte. Cooler Text übrigens. Eher die Amerikaner Dirty Looks höre ich beim groovenden "Rumble". Genauso beim atmosphärischen "Tonight I'm Wild", welches mit zweistimmigen Gitarren und sehr melododischem Refrain mit leichter Kiss Briese mich zum Nachdenken bringt. Soviel Melodie kenne ich von Bonafide bisher nicht. Etwas authentischer geht es mit "Tommie Nine Fingers" weiter. Hier hört man eine eigene Blues Note. Das abschließende "Little Miss Understood" hat einen gewissen Swing und treibt ordentlich an. Der Refrain ist wieder überraschend melodisch, dabei aber immer noch sehr kantig und nicht glatt poliert.
Bonafide ist  mit "Are you Listening?" ein gutes Hard Rock Album gelungen, welches die AC/DC Wurzeln an einigen Stellen hinter sich lässt und mit neuen Idee einen Schritt weiter geht als die Alben davor. Bei einigen Nummern geht leider ein wenig der Dreck verloren. 
Live ist die Band sicher ein Genuss.
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