Die jungen, in knappe Lack- und Latexkostüme gehüllten Damen auf Cover und in der CD lassen zwar auf Gruft schließen, der Blick ins Booklet erinnert dann jedoch eher an Slipknot und Lordi. Textlich dreht sich Vieles um die körperlichen Freuden in dunkelster Manier. Doch so richtig bunt wird es erst mit Blick auf die Musik, denn hier bewegt man sich oftmals in Richtung Onkelz (z.B. "Dinner für Zwei" oder "Bastard"), aber es lassen sich auch Anleihen der Marke Stahlhammer oder Limited Booze Boys finden.
Unterm Strich bleibt ein wilder Ritt durch den Folterkeller der Neuen Deutschen Härte, bei dem kraftvolle Gitarren den lyrischen Fetisch der Dresdner durch die schwarzglänzenden Membranen der Boxen peitschen. Musikalisch ist das Debüt der Band gar nicht schlecht geworden, auch wenn die Zielrichtung nicht immer ganz eindeutig ist. Textlich wird man sicherlich nicht für den Literaturpreis vorgeschlagen, aber andererseits gibt es genug deutsch- und englischsprachige Mitstreiter, deren Ergüsse auch nicht wohlschmeckender sind. In diesem Sinne wünsche ich einfach mal einen "Guten Tag"!
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