Nun wird man sich fragen, ob wegen BRICK MISTRESS tatsächlich irgendein Sack Reis in China umgefallen ist. Zwar machte ein Teil der Truppe nach dem Ende von BRICK MISTRESS noch unter dem Namen PSYCHO SCREAM weiter, doch auch unter diesem Banner brachte man es lediglich auf zwei Demos. Mittlerweile ist es ja auch leider so, dass jede seinerzeit unbekannte Band allein aufgrund ihrer Existenz heute als Untergrund-Geheimtipp und Kultklassiker vermarktet wird. In vielen Fällen hatte es aber damals wie heute einen Grund das kein Hahn nach der Band gekräht hat: Sie waren eben einfach Mist oder langweilig. Mit BRICK MISTRESS verhält es sich etwas anders. Zum einen haben Stormspell der Doppel-CD ein amtliches Artwork verpasst, zum anderen wurde Material zusammengetragen, welches nicht auf den beiden offiziellen Demos enthalten war. Hinzu kommt, dass der Sound auch heute durchaus hörbar ist. Dabei sind die Aufnahmen des ersten Demos sowie der „Chillicothe Session“ von 1993 etwas rauer als andere Tracks. „Art of Psychiatry“ etwa erinnert fast an die DEATH ANGEL Nachfolger THE ORGANIZATION. Die Ballade „Child of Many Names“ hingegen verbindet einen Hauch Haarspray mit Thrash Balladen der Marke HEATHEN oder TESTAMENT. Soundtechnisch sind die Songs des 88er Demos am schwächsten, doch Songs wie das schnelle „Make the Choice“ oder „Fight To be Free“ sind durchaus hörenswert und dürften Fans von METAL CHURCH, ATTIKA oder HERETIC begeistern. Stormspell Records haben mit dieser “Anthology“ tatsächlich einen kleinen Schatz ausgegraben und Fans des thrashigen US Power Metal dürften an den 20 Songs Gefallen finden, zumal hier Heavyness und Melodie perfekt miteinander verbunden werden. Tolle Entdeckung zum Jahresende!
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