Man könnte fast meinen, man hätte eine CD mit original NYHC entsprungen aus den 80igern oder 90igern in seiner Stereoanlage laufen. Live sind die Jungs ohne Frage ein Brett, und auch ihr 2012er Debüt „Invictus“ begeisterte. Mit „Warlord“ zeigen BROTHERS IN ARMS, dass sie eine klare Linie verfolgen. Ohne viel Geschnörkel überrennt dich jeder der 12 Songs mit viel Dampf, Wucht und ohne Gnade. Mitverantwortlich für den fetten Sound sind Eike Freese (Dark Age) und Alexander Dietz (Heaven Shall Burn), die „Warlord“ aufgenommen, produziert und gemastert haben.
Man könnte nun jeden einzelnen Song auseinandernehmen und vorstellen, was jedoch meiner Meinung nach wenig Sinn macht, denn jeder der 12 Songs überzeugt. Auf „Warlord“ gibt es keinen Track, der als Ohrwurm aus der Masse herausragt, es gibt aber auch keinen, der durch Langeweile das Album nach unten zieht. „Warlord“ ist von der ersten bis zur letzen Minute punktgenauer NY-Hardcore, der den Zuhörer bei ‚Never Surrender‘ oder ‚Domestic Violence‘ am liebsten in den Pulk springen lassen möchte, wobei ‚Demons‘ ‚Betrayal‘ oder der Titeltrack ‚Warlord‘ wesentlich langsamer, dafür aber wuchtiger und deswegen keinesfalls weniger energiegeladen sind.
Das klare Fazit ist: „Warlord“ ist ein Muss für jeden Oldschool Hardcore Fan. Hier wird in 30 Minuten kurz und knapp gezeigt, was Hardcore ist und wie wir ihn uns wünschen.