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Bullet For My Valentine - Venom

VÖ: 13. August 2015   •   Label:  Sony

Denn obwohl die zeitweise zum Trio geschrumpften Mannen um Matt Tuck den Forderungen nach mehr Metal nachgegeben haben und somit musikalisch an alte Zeiten angeknüpft haben ('Army Of Noise'), sind es bisweilen die Refrains, die allzu viel Bekanntes zu bieten scheinen ('No Way Out') und somit einen Hang zum Austauschbaren und schon Gehören aufweisen. Das fällt bei herausragenden, sinnlich melancholischen Tracks wie 'Worthless' oder dem melodisch kämpferischen 'You Want A Battle' nicht weiter ins Gewicht, im Laufe des Albums kommt es dann aber auch zu Abnutzungs- und Ermüdungserscheinungen.

Dabei kommt 'Broken' äußerst brutal und düster daher und kann mit erstklassigen Riffs und Soli aufwaten, während der titelgebende Track 'Venom' mit seinem hymnischen Refrain problemlos auch in Alternative- und Rocksendern gespielt werden könnte. 'The Harder The Heart' macht dann in puncto Härte seinem Namen zumindest zeitweise alle Ehre, inklusive griffiger Riffs und und screamigen Vocals, doch mit dem Refrain wird wieder eine gehörige Portion Weichspüler dazugegeben.

Das ist dann wie bei einem Handtuch, das zwar schön weich wird, aber durch den Verlust an Griffigkeit kaum noch Abtrockenpotenzial hat. Druckvoll, handwerklich gut gemacht, aber ohne einen wirklich bleibenden Eindruck zu hinterlassen, diesen Eindruck kann man von 'Skin' und 'Hell Or High Water' gewinnen, ehe uns 'Pariah' als Rausschmeißer in die Stille entlässt, allerdings nicht, ohne noch einmal die brutale Metalabrissbirne kreisen zu lassen.

Fazit: Mit "Venom" bleiben sich BULLET FOR MY VALENTINE im Stile treu und legen auch einen ehrlichen und authentischen Longplayer vor, der für meinen Geschmack allerdings zu wenig "Beeindruckungspotenzial" hat.

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