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Butcher Babies – Goliath

VÖ: 06. Februar 2014   •   Label:  Century Media

Die BUTCHER BABIES spielen Metalcore und der Name passt eigentlich ganz gut zu dem gesamten Genre. Wie üblich gibt es derbe, krachige Passagen, die sich mit sehr eingängigen melodiösen Teilen die Klinke in die Hand geben – mal Butcher mal Baby eben.
Im Info wird das Debüt mit dem von System Of A Down verglichen. Das ist gelinde gesagt eine Frechheit. Auch wenn ich kein großer SOAD Anhänger bin, muss ich der Band doch bescheinigen, dass sie damals einen unglaublich innovativen Sound hatte. Innovation ist nicht das Ding von den  BUTCHER BABIES. Die bedienen sich - wie gesagt - der gängigen Stilelemente des Metalcore. Das machen sie nicht besser oder schlechter als viele andere. Nur, dass es zwei ganz gut gebaute blonde Frontfrauen gibt, hebt die Combo aus der Masse hervor, die B-Note ist aber, was der Buchstabe schon sagt, zweitrangig.
´Goliath´  ist weder besonders gut noch besonders schlecht. Für mich ist die Scheibe schlicht überflüssig. Das ist ärgerlich bei den vielen Bands, die intensiver und/oder innovativer zu Werke gehen. Aber die haben wohl nicht das kommerzielle Potential von den BUTCHER BABIES. Deren Debüt ist von vorn bis hinten auf kommerziellen Erfolg getrimmt  Das geht bei der nur auf den ersten Blick voll dolli krassen Produktion los, die eigentlich sehr glatt ist. Und es endet damit, dass auf den letzten drei Bandshirts, die auf der Homepage zu sehen sind, nur die beiden weiblichen Ohneglieder der Band lediglich mit Tape über den Nippeln der Silikontitten bekleidet zu sehen sind.  Das sagt einiges. Geht es denn da etwa nicht nur um die Musik? Na ja, die Band kommt  aus L.A. und da werden Äußerlichkeiten traditionell überbewertet.
Veröffentlichungen wie diese zeigen deutlich, dass der Metal zu weiten Teilen ein Business geworden ist, bei dem dann halt alles auf besagten finanziellen Erfolg getrimmt wird. Vielleicht braucht ein Label aber auch solche Releases, um Bands wie Sonne Adam unter die Fittiche zu nehmen, die sicher wenig bis keinen Gewinn abwerfen. Unterstellen wir also mal das Beste.
Und es gibt Hoffnung: Die Historie lehrt uns, dass der wesentlich besser ausgestattete Goliath dem kleinen David unterlegen war. Es bleibt zu hoffen, dass sich die Geschichte wiederholt und die Davids den Goliaths wieder mal ordentlich was vor die Mütze schleudern.
Ich jedenfalls kaufe meine Blutwurst - Musik auch künftig lieber beim Mad Butcher als bei den BUTCHER BABIES.

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