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Celestial Season - The Secret Teachings

VÖ: 01. Oktober 2020   •   Label:  Burning World Records
Und um es einmal vorweg zu nehmen: das ist ihnen mehr als gelungen. Denn „The Secret Teachings“ verbindet in überaus gekonnter Manier Tradition mit Moderne, um einmal ein paar abgedroschene Platitüden loszuwerden. Denn gerade die ersten Songs des Longplayers wie der Opener ''The Secret Teaching Of All Ages' beamt einen aufgrund seiner ungeahnten ungeschliffenen Ursprünglichkeit direkt zurück in die Sturm- und Drangphase des noch jungen Doom Metals. Für die besondere Atmosphäre sorgt dabei nicht nur die raue unwirtliche Schwermut, sondern auch die etwas Hoffnung verbreitenden Streicher.

Eine wahre Achterbahnfahrt der Gefühle bietet 'Long Forlorn Tears', von fast frohgemuter Melancholie, unwirtlicher Düsternis und dynamischer Intensität ist alles vertreten. Mehr Diversity geht fast nicht. Ein weiteres Highlight ist unbestreitbar auch das epische 'Amor Fati' (Liebe des/ zum Schicksal), vor allem aufgrund des erzählenden Charakters der Vocals, die in herausragender Weise musikalisch eingebettet werden. Hammer!

'Salt Of The Earth' besticht zunächst durch seine unberechenbare, energetische Ungestümheit, die dann abflaut und sich in gekonnter hymnischer bombastischer Eingängigkeit furios entlädt. Fast wie eine kleine Symphonie! Ganz anders als das krachige, instrumentale disharmonische 'They Saw It Come From The Sky'. Wahrhaftig hitverdächtig ist düstere, aber dadurch nicht weniger melodische 'Lunar Child'. Hier geht der Doom nahtlos in den Alternative Rock über. INTERPOL, die SMASHING PUMPKINS und YO LA TENGO lassen grüßen. Ähnliches gilt für das pittoreske und instrumentale 'A Veil Of Silence'. Der Rausschmeißer 'Red Moon' sorgt für weitere Abwechslung durch die weiblichen Vocals und seine rockige Attitüde.

Kurz: Die Doom Metal Veteranen von CELESTIAL SEASON melden sich nach fast zwanzigjähriger Longplayer-Pause wirkungsmächtiger denn je zurück. Denn ihnen gelingt es auf „The Secret Teachings“ nicht nur, Doom-Metal-Tracks in ungeahnter Ursprünglichkeit, Tiefgründigkeit und Intensität zu erschaffen, sondern auch überzeugende Ausflüge in den Bereich des Alternative Rock zu machen. Darüber hinaus verbindet die Songs ein überaus hohes Maß an Melancholie, Sehnsucht und Wehmut, wobei einen die gut dosierte, oftmals hoffnungsvolle Eingängigkeit niemals verzweifeln lässt.
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