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Chevelle - La Gárgolá

VÖ: 31. März 2014   •   Label:  Epic

Wenn man dann noch den Sound mit E-Drums, Stomp Boxes oder Vintage-Verstärkern verfettet, dann ist man sicherlich auf dem richtigen Weg.

Denn der Sound kommt unheimlich fett, druckvoll und groovy daher, zugleich erhält er eine spezielle Note durch einen gefühlten Hauch von Industrial. Grooviger Grunge. Das war eine weitere Assoziation, die sich mir beim Hören des Openers 'Ouija Board' in den Sinn kam, gekreuzt mit einem SEETHER-ähnlichen Südstaatenflair ('Hunter Eats Hunter'). Daneben fehlt auch die gehörige Partion an passionierter Leidenschaft nicht, was sich an dem mitunter MUSEigen Gesang von Frontmann Peter Loeffler festmachen lässt, der zugleich aber gesangstechnisch ganz andere Register zu ziehen vermag.

Doch die Mucke ist das eine, die Texte das andere. Und so gibt es für diejenigen mit sozialem Gewisen unter uns auch allerlei Futter, zum Beispiel mit dem sozialkritischen Song 'Take Out The Gunman', in dem es um Waffenbesitz und Dysfunktionen im Bregen geht.

Eine Liebeserklärung an den Ozean ist der Track 'One Ocean', der durch seine U2ige, ruhigere Melodik ("The Unforgatable Fire"-Ära) im Verein mit partieller INCUBUSmäßger Leidenschaft mehr als zu überzeugen weiß. Wirklich ein musikalisches Kleinod.

Im Gewande eines leidenschaftlich rockigen Protestsongs mit genial-bluesigen "The Edge"-Gitarrenparts begegnet uns 'Choking Game'. Killergroovige Riffs hauen uns in 'Under The Knife' um.

Kurz: Mit "La Gárgolá" haben CHEVELLE ein düsteres, sperriges, aber dadurch nicht minder faszinierendes Alternative-Rock-Album erschaffen, das sich nicht jedem nach dem ersten Durchlauf erschließen wird, welches aber sein ganzes Potenzial mit jedem Hören nach und nach freigibt. Eben kein Mainstream, nichts für jeden, aber dadurch auch etwas ganz Besonderes!

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