Bei den ersten drei Songs fehlt mir die Spielfreude. Erst bei ´Unholy Roller´ zeigt die Band Biss. Sicher haben die Norweger wie bei ´Zombies & Monsters´ einige amtliche Hooklines an Bord und streckenweise machen die Songs auch richtig Spaß. Im Info wird behauptet, dass die Band die dreckige Attitüde von Motörhead erreicht, das schafft sie zu keiner Zeit. Obwohl Lemmy ja wesentlich mehr Platten und Lebensjahre auf dem Buckel hat, steckt er CHROME DIVISION in Sachen Energie locker in die Tasche. Das liegt vor allem daran, dass CHROME DIVISION trotz aller Schlichtheit zu viele Schlenker machen. Warum bring die Band nicht mal einen Song in zwei Minuten auf den Punkt? Fehlt bei Motörhead Tracks wie ´Rock Out´ irgendetwas? NEIN! Auch den Blues, der bei ´The Magic Man´ verwurstet wird, nehme ich der Band nicht ab. Der passt nicht zur einer derart sauberen Produktion, die Gitarre klingen mir für diesen Sound insgesamt zu fett und modern. Die Coverversion von ´Ghost Rider In The Sky´ ist gelungen, bietet sie doch die Überraschungen, die der Platte sonst all zu oft abgehen. Nicht das ich falsch verstanden werde: ´3rd Round Knockout´ ist keine schlechte Platte, aber auch absolut nicht Besonderes. Wer sich in einer Liga mit Motörhead wähnt, muss wesentlich mehr bringen - das gilt für Texte und Musik.
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