Die Truppe mit dem wenig appetitlichen Bandnamen stellt mit „Observations of Humanity“ ihren zweiten Longplayer vor und man wundert sich bei der Thematik, dass die Musik nicht noch brutaler und verzweifelter ausgefallen ist. Aus eigener Erfahrung darf ich wohl sagen, dass die heutige Jugend unsere Erde jedenfalls nicht vor dem Untergang retten wird. Doch alle Gedanken an diese degenerierte, selbstsüchtige Hedonistengeneration lassen sich zumindest zeitweise mit dem brutalen Todesmetal der Amis wegwischen. Und wenn ich Todesmetal sage, dann meine ich das auch. Mit einer rauen Produktion, einer Mischung aus Blastbeats und ultratiefen Growls versucht die Band aus dem amerikanischen Mekka der Countrymusik an Größen wie CANNIBAL CORPSE oder MISERY INDEX anzuknüpfen. Zwar wird die spielerische Klasse dieser Kapellen auf „Observation of Humanity“ nicht erreicht, aber wer auf der Suche nach kompromisslosem brutal hartem Death Metal US-amerikanischer Prägung ist, der dürfte an diesem Album durchaus Gefallen finden.
COATHANGER ABORTION sind keineswegs besonders Originell und halten auch keine unerwarteten Überraschungen in der Hinterhand. Auf „Observations of Humanity“ gibt es keine eingängigen Refrains oder groovende Hüpfparts und doch findet man in Songs wie „Coathanger Abortion“ durchaus auch einiges Widererkennungspotential. Letztlich geht es bei der Truppe aus Tennessee jedoch auch um etwas ganz anderes: Die Jungs wollen brutalen US Death Metal mit Grindcore-Anleihen spielen wie sie ihn wohl selber in den 90ern gehört haben. Wer auf der Suche nach Balladen ist, sollte die Finger vom Album lassen. Wem jedoch der Sinn nach einem gnadenlosen metallischen Fleischwolf steht, der bekommt ihr sämtliche Gehörorgane ordentlich zerschreddert. Das perfekte Ventil nach einem anstrengenden Tag. Anspieltipps: „Coathanger Abortion“ und „The Possession“.
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