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Convulse - Evil Prevails

VÖ: 31. Oktober 2013   •   Label:  Svart

Ich erinnere mich noch gut, wie mir 1994 das „Reflections“ Album auf den Schreibtisch flatterte – damals noch eingetütet von einem gewissen Markus Staiger, dessen Label Nuclear Blast mittlerweile zu den führenden Metallabels der Welt gehört. Ungleich vielversprechender als das eher medium gelungene Coverartwork zu „Reflections“, macht das blutrot-schwarz gehaltene Titelbild des aktuellen Albums sofort Lust darauf die Scheibe in den Player zu schmeißen.

Das Gründungsjahr der Band (1990) ließe ja vermuten, dass die Jungs mittlerweile auf eine stolze Diskographie zurückschauen könnten, doch nachdem der Erfolg Mitte der 90er doch eher überschaubar blieb, löste sich die Band kurz nach der „Reflections“ Scheibe auf. Und so stellt „Evil Prevails“ tatsächlich erst Album No. 3 dar.

Schon der Opener macht deutlich, dass die Zeit bei Jämsä & Co seit 1994 stehen geblieben ist. Offenbar hat sich die Band bei den Aufnahmen ganz altmodischer Analogtechnik bedient, so dass der Sound tatsächlich richtig old-school ausgefallen ist. Passend dazu gibt es eine wilde Mischung aus 90er Jahre Death Metal skandinavischer Prägung und wütendem Thrash Metal. Kurz, die Finnern bieten das gefundene Fressen für all diejenigen Fans, die die Nase von hochglanzpolierten Experimentalbands voll haben. „Evil Prevails“ bietet alles vom Blast Speed Nackenbrecher, über die kraftvolle Riffabrissbirne bis hin zu schwergewichtigen Gitarrenmelodien der Marke BOLT THROWER, ENTOMBED und ASPHYX.

Die Ur-Mitglieder Jämsä und Telenius haben tatsächlich keine Zugeständnisse an die neue Zeit gemacht und mit „Evil Prevails“ liefern CONVULSE 2013 ein Album ab, welches sie Mitte der 90er womöglich schnurstracks in die Death Metal Hall of Fame katapultiert hätte. Nun mögen manche Nörgler beklagen, dass die Jungs wie ein Relikt längst vergangener Tage wirken und dass sie ihre Zeit verpasst haben. Tatsächlich könnte „Evil Prevails“ jedoch fast schon zukunftsweisend werden, zeigt die Scheibe doch, dass ein gradliniges Songwriting, eine konkrete Idee bezüglich Sound und Artwork und eine handwerklich gelungene Umsetzung die wichtigsten Zutaten für ein wirklich gelungenes Death Metal Album sind – egal in welchem Jahrhundert!

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