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Crowbar - The Serpent Only Lies

VÖ: 27. Oktober 2016   •   Label:  Steamhammer/ SPV

Denn Kirk Windstein hat sich zur Vorbereitung extra die alten CROWBAR-Alben sowie die Longplayer der Bands, die sie in den frühen Jahren beeinflusst haben (z.B. TROUBLE, SAINT VITUS, TYPE O NEGATIVE oder die MELVINS), angehört. Dadurch kombiniert die neue Scheibe die old-schoolige traditionelle Atmosphäre früherer Jahre mit der dynamischer Frische des aktuellen Metal, mitunter mit dem Effekt, dass die Gesangspartien etwas reduziert wurden, damit die Riffs ihre Wirkung besser entfalten können. So geschehen gleich in dem hammermäßigen Opener 'Falling While Rising', ein angegroovtes, bisweilen schnaufendes Riffmonster mit dem gewohnten Hang zur düsteren Eingängigkeit. Hammer!

Traditioneller, etwas gemächlicher im Tempo, aber dadurch sehr intensiv kommt zunächst 'Plasmic And Pure' daher, ehe sich im Refrain leidenschaftliches, aber auch nicht wesentlich erhellenderes Pathos Bahn bricht. Entsprechend dem Titel 'I Am The Storm' wird nun Geschwindigkeit aufgenommen, wohingegen 'Surviving The Abyss' in die leicht doomigen Gefilde abtaucht, ohne allerdings einen erfrischenden Hauch an Dynamik zu verzichten. Von der Stimmung aber eher grungig!

Besonderes Augenmerk verdient immer auch der Titeltrack. 'The Serpent Only Lies' vereinigt zunächst natürlich alle Trademarks der Band, für kognitive Dissonanz sorgen dann allerdings die hübsch-häßlichen Refrainpartien. Sehr interessant. Auch in 'The Enemy Besides You' sind des die tempoverändernden Riffs, der die besondere Intensität bei diesem Song hervorruft. Natürlich besteht bei dieser Art des Sounds die Gefahr der Monotonie und Eintönigkeit, doch diese Klippen werden zumeist gekonnt umschifft. Denn auf jeden gemächlicheren Song folgt gleich wieder ein energetischer, wie 'On Holy Ground', der durch seine Grunge-Attitüde wieder eine ganz andere Stimmung verbreitet.

Nahezu balladesk für CROWBAR-Verhältnisse beginnt 'Song Of The Dunes', um dann powerballadig etwas an Fahrt aufzunehmen. Die souligen Gitarrensoli tun das noch das Ihrige. Etwas eintönig sind nur 'Embrace The Light' und der Rausschmeißer 'As I Heal'.

Fazit: Die US-Sludge-Doom-Metal-Veteranen zeigen auf ihrem elften Longplayer, dass sie sich auch nach 27 Jahren nicht aus dem Genre-Olymp vertreiben lassen. Dazu ist ihr grooviger Riffsound mit dem Hang zur Düsternis einfach zu genial, auch wenn Miesmacher bestimmt fehlende Experimentierfreudigkeit anmerken werden. Aber da ist es wie bei einem guten Bier. Da braucht es Hopfen, Malz, Hefe und Wasser und sonst nichts! Die Riffkönige sind zurück!

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