VÖ: 15. Mai 2008 • Label: Blood Fire Death Productions/Twilight
14. Oktober 2008
Das wäre nämlich in der Tat etwas Interessantes, denn südländische Einflüsse und Elemente sind im Metal viel zu selten zu finden. Doch leider klingt die Chose im Endeffekt nur nach durchschnittlich originellem und ebenso ausgeführtem Pagan/Death Metal. Das Sextett ist zwar bereits seit fast fünfzehn Jahren aktiv und zumindest in der Heimat auch bereits über den Underground hinaus bekannt, mir waren die Jungs bis vor kurzer Zeit aber noch gänzlich unbekannt. Auch wenn Pagan Metal, um es einmal salopp zu formulieren, hierzulande regelrecht im Trend liegt, zumindest aber schwer angesagt ist und Formationen aller Herren Länder ihre Kunstwerke ganz gut unters Volk bringen können, werden sich CRYSTAL MOORS schwer tun, das auch zu schaffen. Durch sphärische Keyboard-Klänge wird den Tracks zumindest teilweise ein gewisser epischer Anstrich verliehen, was schlussendlich auch zu gefallen weiß und obendrein auch für Abwechslung sorgt. Aber die eigentlich erhoffte Originalität durch Verwendung traditioneller, einheimischer Instrumente oder gar Melodien ist hier überhaupt nicht vorhanden. Lediglich in kurzen Zwischenspielen kommen Flöten und ähnliche Blasinstrumente zum Einsatz, was ja längst nicht mehr innovativ oder originell ist. Auch die Gesangstimme von Uruksoth ist nicht wirklich das Gelbe vom Ei und klingt über die gesamte Spielzeit recht monoton. "Antiqvam Exqvirite Matrem" wird wohl nicht unbedingt reißenden Absatz finden, sondern viel eher als eines von vielen Pagan-Metal-Werken in Erinnerung bleiben, von denen die Szene mittlerweile überflutet zu werden droht.
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