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Cumulo Nimbus - Totensonntag

VÖ: 09. Oktober 2009   •   Label:  Black Bards
01. November 2009

Mehrstimmige Kompositionen, die in der europäischen Renaissance wurzeln, historische Instrumente und Heavy Metal der 80er Jahre verschmelzen laut Pressetext auf dem dritten Album "Totensonntag" zu einem hörbaren Ganzen. Wie der Titel des Werkes schon erahnen lässt, geht es auch textlich in die Gefilde der deutschen Romantik. Dieses führt unter dem Namen "Dämmerung" mit Samples von Gewitter, knirschenden Türen, Kirchengeläut und verhallenden Schritten in das Gesamtwerk ein und bildet einen atmosphärischen Beginn, der durch das absolut eingängige und für mich bereits erste Highlight "Carpe Noctem", inspiriert von Johann Sebastian Bach, abgelöst wird. Mit harten Gitarren startet man in "Knochenmann". Erinnert der Gesang zunächst an Rammstein, verfliegt dieser Eindruck ziemlich schnell. Spätestens als das Lied an Melodie gewinnt und die Frauenstimme einsetzt, welche für meinen Geschmack zu leise daherkommt, ist ein Vergleich mit genannter Band nicht mehr zu rechtfertigen und zeigt einmal mehr, dass Cumulo Nimbus etwas ganz Eigenständiges ist. Ein kurzes Violinensolo und längeres Gitarrenspiel im Mittelteil leiten auf den ruhigeren Part des Liedes über, bevor es dann erneut blasphemisch und hart zur Sache geht. Ein sehr abwechslungsreiches Stück. Cumulo Nimbus haben mit "Totensonntag" ein Album voller düsterer Emotion geschaffen. Eine runde Produktion und enorme Eingängigkeit machen die elf Stücke zu einem Hörerlebnis und liefern einige Highlights. Die Kombination aus Renaissance und Metal ist erfrischend anders. Selbst historische Instrumente wirken nicht verstaubt, sondern erklingen modern und rocken.

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