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Darwin and the Dinosaur - A Thousand Ships

VÖ: 08. März 2015   •   Label:  No Panic! Records

Diese Eigendefinition und die Tatsache, dass sie als Energizer Topfnudeln, Tee und Gebäck nennen, zeigt schon, dass für die vier Mannen aus dem Vereinigten Königreich der Spaß an erster Stelle steht. Aus demselben Grund kam seit Gründung der Band auch schon zu zwei erwähnenswerten Line-up-Wechseln, in deren Zuge 2012 Steve Larke als dritter Gitarrist in die Band einstieg, der als Nebendarsteller in jedem einzelnen der HARRY POTTER Filme zu sehen war. 

Nichtsdestotrotz verbreitet der alternative-rockige Punk-Sound nicht nur optimistische gute Laune, sondern kann auch durch ein hohes Maß an Nachdenklichkeit und Melancholie punkten, so dass man des Öfteren an die gute alte Zeit dieser Musik in den späten 90er und um die Jahrtausendwende erinnert wird, als Bands wie JIMMY EAT WORLD, NADA SURF, OUR LADY PEACE oder FEEDER ihr mitreißendes Unwesen trieben.

So ist es gerade das gekonnte Changieren zwischen melancholische Sehnsucht und Hoffnung auf der einen Seite sowie energiegeladener, mitreißender Dynamik, das das besondere Etwas ausmacht, programmatisch zu beobachten in dem Opener 'Theories'. Nach einem kurzen Zwischenspiel geht es mit 'Making Friends With Strangers' um einiges düsterer zu, auch wenn nicht weniger kraftvoll, wie die harten schrammeligen Riffs, die leidenschaftlich, anklagenden Vocals und die wehmütige Hymnik unter Beweis stellen.

Damit man nicht in Depressionen verfällt, gibt es dann ein weiteres pittoreskes, filigranes Zwischenspiel, ehe es mit BLINK-182-mäßiger Nachdenklichkeit im Song 'Make Believe' weitergeht. Leidenschaftlich-grimmig mit leichter punkiger Pissed-of-Attitüde, aber nicht minder hymnischen Melody-Lines und einem Hauch Entschleunigung kommt 'Riff Town Population - You' daher. Ein überaus abwechslungsreiches Powerbündel. Mit 'Women & Children beginnt man sich dann allerdings ernsthaft zu fragen, was diese ganzen Interludia eigentlich sollen. Angeloopter, melodischer Gitarrensound wird uns schließlich mit 'Hand In Hand' geboten, mit 'Burried In Smoke', NERV!, wieder ein Interludium. Nur gut, dass ich Humor habe, Keule, schließlich stimmt der Rausschmeißer 'Change Of Heart' wieder versöhnlich.

Fazit: DARWIN AND THE DINOSAUR bieten uns auf ihrem Debütalbum punkigen Alternative Rock der nachdenklich-melancholischen und hymnisch-melodischen Sorte, der durch seine intensive Frische und jugendliche Reife eine gelungene Hommage an die Glanzeit dieses Genres darstellt. Echt eine Entdeckung wert!

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