Sehr rhythmisch treibend geht es gleich beim Opener Subtronic zur Sache, mehrere ineinander verschachtelte Melodien lassen bei bei jedem Anspielen etwas neues entdecken. Dieses Tempo hält die CD im Verlauf nicht ganz durch, aber es bleibt auch im dominierenden Midtempo-Bereich ähnlich energiereich, beim druckvollen "Addict" eindrucksvoll zu erleben. Einmal mehr merkt man, dass De/Vision doch eigentlich eine Rockband ist, bei der die Elektronik und der Synthesizer nur Mittel zum Zweck, aber keinesfalls Selbstzweck ist. Auch einige verträumte Balladen finden ihren Platz wie beispielsweise der Titel "No Tomorrow" oder das wunderschöne Finale "Summer Sun", bei dem die Sonnenstrahlen geradezu aus dem Lautsprecher drängen. Sehr abwechslungsreich und fesselnd.
Bleibt als Kritikpunkt trotz aller Eigenständigkeit die nach wie vor nicht von der Hand zu weisende ähnlichkeit zu den großen Vorbildern Depeche Mode, deren Stil und Sound auch wieder den Weg in die Musik von De/Vision gefunden hat. Vom der stimmlichen ähnlichkeit ganz zu schweigen. Was aber umgekehrt bedeutet, dass der geneigte Depeche Mode Fan auch weiterhin mit den Alben von De/Vision nichts falsch machen kann.
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