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Dead Soul Tribe - The Dead Word

VÖ: 09. November 2005   •   Label:  Inside Out

Wie es aussieht, hat der ehemalige Psychotic Waltz Sänger (langsam sollten diese Verweise aufhören - schließlich ist dies Album 4 nach PW) wieder mal fast alles alleine im Studio erledigt. Zudem ist er für die Produktion zuständig und hat auch die Musik alleine (bis auf eine Ausnahme) geschrieben. Diese ist so wie auch schon auf den vorangegangenen Alben: Devons unvergleichliche Stimme trifft auf groovebetonte, sehr dynamische, Düster Metal Riffs im Schlangenbeschwörer Stil. Man weiß also, was man bekommt. Trotzdem fehlt mir bei diesem Album (vor allem im ersten Drittel) der letzte Funke, der bei seiner alten Band gezündet hat.Die ersten 4 Songs sind so verdammt depressiv, dass es keine reine Freude ist, sich hier durch zu hören! Erst beim 5. Stück "Some Sane Advice" wird die düstere Monotonie des Albums (die sicher ihre Reize hat) durchbrochen und Akustikgitarren entführen eine in unerwartete Regionen. Danach tut das druckvolle "Let The Hammer Fall" auch nicht mehr so weh, sondern richtig gut. Dann nimmt die Scheibe noch einmal richtig Fahrt auf und bietet abwechslungsreiche progressive Metal Avantgarde. Auch die Querflöte taucht bei "Waiting In Line" auf und endlich wird das alte Qualitätsniveau erreicht. Das kurze Klavier & Gesangstück "Someday" ist Kunst pur, worauf das perkussiv / elektronische "My Dying Wish" interessante Pfade beschreitet. Tool kommen einem hier ein ums andere Mal in den Sinn. Und endlich scheint im Refrain mal wieder die Sonne. Beim folgenden "A Fistful Of Bended Nails" hatte ich ein Deja Vu ganz besonderer Art: der Anfang erinnert an "Wasted Years" von Iron Maiden, der Rest des Songs hat dann aber gar nichts mit den Eisernen Jungfrauen zu tun, sondern zieht einen in endlose Weiten wie damals schon "Into The Everflow" von Psychotic Waltz. Das letzte Stück "The Long Ride Home" greift diese Stimmung auf und es geht sphärisch zur Sache, auch die Querflöte erklingt noch einmal. Fazit: die ersten 4 Stücke machen es dem Hörer nicht besonders einfach und sind unglücklich plaziert. Erst ab Song Nummer 5 wird dieses Album überdurchschnittlich gut und schwingt sich in geniale Höhen auf. Also: erst ab dem fünften Stück reinhören! Ach ja: Kopfhörer und abgedunkelte Räume machen hier übrigens Sinn!

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