Aber die großen Hits hat die Band ohnehin in den späten 80igern und frühen 90igern geschrieben. Wenn man mal von der Bonus-CD der "Pyromania" Special Edition und der Zusammenarbeit mit Taylor Swift (die ohnehin nur in den USA veröffentlicht wurde) absieht, so fehlt es den Inselrockern bislang an einem gestandenen Livealbum. Dieser dunkle Fleck auf der Def Leppard Landkarte soll nun verschwinden.
Es handelt sich bei Mirror Ball nicht um eine vollständige Show, sondern die Songs wurden zwischen 2008-2009 aufgenommen, aber dafür lässt die Setlist auch kaum Wünsche offen: "Rock Rock", "Animal", "Rocket", "Foolin'", "love Bites", "Hysteria" - die Liste ließe sich problemlos fortsetzen. Klar, dass auch ruhigere Töne wie "Love Bites" oder das geniale "Two Steps Behind" nicht fehlen. Mit "Photograph", "Por Some Sugar On Me", "Rock of Ages" und Let's Get Rocked" kommen die Briten schließlich zum Grande Finale.
Allerdings gibt es auch einen Vorgeschmack auf das neue Studioalbum. "Bad Actress" ist ein gelungener Up-Tempo Track, der die Leppards von ihrer Schokoladenseite zeigt. "Undefeated", laut Aussage der Band ein epischer Rocker im Stile von "We will Rock You", klingt für mich eher nach poppiger Rocknummer mit Handbremsenfaktor. Die Ballade "Kings of the World" hat genug Schmalz, um damit Gebäck über eine ganze Weihnachtsmarktsaison herzustellen - Aerosmith hätten es Mitte der 90iger nicht nerviger hinbekommen. "It's all about Believing" klingt ebenfalls unausgegoren, da vor allem der Refrain kaum catchy genug ist.
Grandioses Livealbum und Studiotracks mit fahlem Nachgeschmack!
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