Zudem ist als einziges Gründungsmitglied Timmy Leng (Guitar) übriggeblieben, der nun mit Alex Losbäck Holstad (Vocals), Oscar Nilsson (Drums), Jonatan "Oktaven" Larsson (Guitar) und Mathias "Matte D." Dagerhed (Bass) das aktuelle Band-Line-Up bildet. Für die Aufnahmen für "Clenched" entschieden sich die Jungs ganz bewusst für ein "Back to the roots". Denn die Aufnahmen erfolgten mit Equipment der 60er und 70er Jahre, man verzichtete auf gesampelte Drums und Computer-Editing sowie glatten, überproduzierten Sound.
Und das hört man in erfreulicher Weise dem Album an. Es springt einem die pure Spielfreude der frühen METALLICA an. Gleich von Beginn an wird mit erhöhtem Tempo losgeschrotet. Dabei lassen DESPITE selbst anerkannte Riffkönige wie OBITUARY oder SLAYER wie kleine Prinzen aussehen. Es wird geschrotet auf Teufel komm raus, dennoch finden sich auch immer wieder minimale Ansätze melodiöser Parts wie bei "All the Eights", ein Song, der ein nahezu unerreichtes Songwriting und Arrangement unter Beweis stellt, wobei die intensiven Deathvocals und die Gitarrensoli ihr Übriges tun.
Da wird wohl auch Pop-Produzent Andreas Klurup seine Hände mit im Spiel gehabt haben, was zeigt, dass den Jungs von DESPITE nichts heilig ist und sie auch keine Berührungsängste mit Einflüssen jenseits ihres Genres haben. Zum Herunterkommen schlägt der letzte Track ruhigere Töne an, erinnert er doch in seiner Verlangsamtheit und den weiblichen Backvocals schwer an die frühe Deathmetalphase von PARADISE LOST.
FAZIT: Never mind OBITUARY and SLAYER! Mit "Clinched" legen DESPITE riffgetriebenes Geschrote allererster Güte vor, das man, wenn man wirklich etwas von Musik versteht, einfach sein Eigen nennen muss!
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