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Detonation - Portals to Uphobia

VÖ: 12. September 2005   •   Label:  Osmose Productions
15. März 2006

Das Songwriting ist in der Zwischenzit nochmals um einiges professioneller geworden: Bombenfeste Songstruktur und –Aufbau garantieren, dass alles wie aus einem Guss wirkt. Eine knackige Produktion sorgt dafür, dass es umso besser kracht, ohne dass die vielen technischen Feinheiten untergehen. Dann einmal hinein ins Vergnügen!
Der erste Track „Into Sulphur I Descend“ bereitet gut darauf vor, was einen hinter den Portalen Uphobias erwartet: Mit knirschenden Death-Riffs, treibenden Double-Bass- und Hi-Hat-Attacken und Screaming walzt der Opener in angenehm überhöhtem Tempo die Gehörgänge nieder. Auch melodische Ansätze kommen dabei nicht zu kurz, sowohl in Form von kleineren Gitarren-Soli als auch durch verspielte Variationen, welche ein hohes technisches Niveau und eine unheimliche Spielfreude durchblicken lassen, die Lust auf mehr macht. Die wird mit dem sich anschließenden, noch etwas Death Metal-lastigeren Titeltrack „Portals to Uphobia“ auch prompt erfüllt. Track 3, „Structural Deceit“ hingegen bringt deutlich mehr Melodie ins Spiel und nimmt stellenweise ein wenig das Tempo heraus. Die auffolgende Midtempo-Nummer „Chaos Banished“ wirkt dann allerdings leider etwas uninspiriert mit ihrer stark überbetonten Heavyness, bevor „End of Fears, End of Sight“ sowohl das Tempo als auch die Laune wieder anhebt und besonders durch seine virtuose gitarristische Feinarbeit glänzt. Mit dem Instrumental „Lost Euphoria Pt. III“ folgt dann das, was für mich den persönlichen Höhepunkt des Albums darstellt: Was hier langsam, elegisch und mit spanischen Akustik-Gitarren beginnt, steigert sich in eine epische Hymne, welche das gesamte technische Können der Band eindrucksvoll vertont. In „The Loss of Motion Control“ kehrt man dann zwar schnell wieder zu biestigem Todesmetall zurück, begegnet nach einem harten Break jedoch den soeben entdeckten Akustik-Gitarren mit ihren wundervollen Melodien wieder. „Solitude Reflected“ wiederum dreht da eher den Spieß um, als nach einer Minute cleanen Gitarrenduetts die einsetzende Distortion und die Koen Romeijns wütende Vocals den Track in einen nach vorne preschenden Speed-Zug verwandeln. Die beiden letzten Nummern, „Beyond the Margin“ sowie „Source to Delve“, bringen dann leider nicht mehr so viel Neues mit Wiedererkennungsfaktor., sondern bilden „nur“ einen soliden, aber nicht außergewöhnlichen Abschluss.
Wenngleich zum Schluss hin ein wenig die Abwechslung flöten geht, ist „Portals to Uphobia“ eine durchaus hörenswerte Knüppelorgie, die auch mit technisch hochkarätiger Frickelarbeit und einer sehr angenehmen Prise Melodie zu überzeugen weiß. Anspieltipps: Lost Uphoria Pt. III, Structural Deceit, The Loss of Motion Control.

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