Die Chauffeure des Teufels um Mastermind Dez Fafara legen nach zehnjähriger Bandgeschichte zum Bandjubiläum ihren sechsten Longplayer vor, bezeichnender Weise mit dem Titel „Winter Kills“. Nachdem dieser Sommer schon mehr als mörderisch war, kann man vom kommenden Winter einiges erwarten. Und DEVIL DRIVER schicken uns als kleine Vorboten elf klirrend harte und bitter brutale Songs, und das trotz des Line-up- und Labelwechsels.
War schon der letzte Longplayer „Beast“ mehr als überzeugend, knüpfen die fünf Teufelsfahrer zwar an den heftigen groovigen Deathmetalsound an ('Oath of the abyss), in puncto Vielfältigkeit wird allerdings vorsichtig ein neues Kapitel aufgeschlagen. Das zeigt sich unter anderem auch durch ein gestiegenes Maß an in die hammerharten groovigen Riffs eingebetteten Melodien und Refrains, wie 'Desperate times' eindrucksvoll unter Beweis stellt. Gleiches gilt für 'Gutted'. Einfach Weltklasse! Zu erwähnen ist natürlich auch der titelgebende Track, der durch seine meisterhafte Verbindung von aggressiver Härte und dynamischer Energie die Stadien zum Kochen bringen wird.
Während in 'Curses and epitaphs' die deathige Riff-Lokomotive in ansehnlichem Tempo nach vorne schnaubt und einige sehr emotionale zerbrechliche Brücken passiert, geht es mitunter aber auch ICE-mäßig vorwärts. Denn auch die Thrash-Einflüsse sind insgesamt unverkennbar ('Tripping over tombstones').
Kurz: DEVIL DRIVER legen mit „Winter kills“ ein großes Album vor, das den Vergleich mit vorangegangenen Werken nicht zu scheuen braucht und unter Beweis stellt, dass die Mischung aus Death- Thrash- und groovigem Metal immer noch überaus attraktiv sein kann.