DEW-SCENTED - Invocation
Die
Zeit des Gitarren-Duos Müller/Bache ist endgültig vorbei und auch
Drummer Uwe Werning hat seinen Sessel nach dem Vorgänger
“Incinerate” verlassen. Natürlich ist nicht zuletzt ein solch
prägendes Zusammenspiel zweier perfekt aufeinander abgestimmter
Gitarren-Diven, welches sich in einer Fülle an versteckten Details
offenbahrte, nur bedingt bis gar nicht zu kompensieren.
Umso
erstaunlicher ist die Tatsache zu bewerten, dass man “Invocation”
von der ersten bis zur letzten Note zu 100% nach DEW-SCENTED klingt.
Die Herren Diecken (Drums), Borchers und Walczak (Gitarren) haben
sich fließend in das bestehende Band- und vor allem Soundgefüge
integriert, dass es eine wahre Freude ist, dem Quintett auf seinem
ersten gemeinsam erarbeiteten Werk zu lauschen. “Invocation”
repräsentiert, trotz etwas simplerer und direkterer Songstrukturen,
alle Trademarks von DEW-SCENTED und wird keinen Anhänger der Band
enttäuschen.
Welchen
Rang “Invocation” am Ende in der Diskographie der Norddeutschen
einnehmen wird, das muss jeder für sich selbst entscheiden.
DEW-SCENTED haben sich im wahrsten Sinne eine Frischzellenkur
verpasst, haben Ballast über Bord geworfen und beweisen einmal mehr,
dass sie zu den wenigen Formationen der Szene gehören, die seit
Jahren beständige und gleichbleibend hochwertige Alben
veröffentlichen, ohne dabei zu einem billigen Klon ihres eigenen
Schaffens zu verkommen.Der
gerechte Lohn dafür sind lockere zwölf Punkte mit Sahnehäubchen!