Die Toten Hosen - Alles Aus Liebe: 40 Jahre Die Toten Hosen
VÖ: 26. Mai 2022 • Label: JKP/Warner
Ich habe die Karriere der HOSEN in den letzten (Jahren (Jahrzehnten? – Oh man…) nicht mehr so aufmerksam verfolgt, aber das nun zelebrierte Jubiläum ist doch ein guter Grund, um sich die Werkschau der Düsseldorfer zur Brust zunehmen. Mehrere Stapel Klassenarbeiten, die in freudiger Erwartung auf meine Aufmerksamkeit den Schreibtisch belagern, sind ein weiterer guter Grund. Nicht nur „Steh auf, wenn du am Boden bist“ oder „10 Kleine Jägermeister“ entwickeln in diesem Kontext heilsame Kräfte.
Eigentlich wollten die Herren ja nach dem Ende von ZK und KFC eine Big Band gründen, zumindest wenn man Andis Kurzfassung der Bandgeschichte glauben darf, die er uns 1997 im Interview gegeben hat. Glücklicherweise fanden sich nicht genügen qualifizierte Musiker und auch der anfangs noch in der Band vertretene dritte Gitarrist ist lange Geschichte.
Doch auch so feiern mittlerweilse ganze Generationen Songs wie „Eisgekühlter Bommerlunder“ oder „Opel Gang“ ab. Doch die HOSEN haben auch durchaus ernste Themen im Repertoire. Man denke nur an „Bayern“.
„Hier kommt Alex“ verhalf den Punkrockern quasi über Nacht zu Ruhm und Ehre, dabei wäre der Song fast gar nicht aufgenommen worden. Im Proberaum war der Band der Song etwas lahm vorgekommen, erinnert sich Campino heute. Gut, dass es anders gekommen ist, und gut auch, dass man mit „1000 gute Gründe“ noch einen weiteren echten Hit auf der Scheibe hatte, Das Erfolgsrezept der Band ist übrigens einfach erklärt: „Wir haben so ein Rad im Proberaum, da schreiben wir Akkorde drauf, A, E, G, H, das drehen wir dann dreimal. Dann haben wir einen Song.“ Und Breiti ergänzt: „Wenn es noch nicht zusammenpasst, dann drehen wir noch ein viertes Mal.“ So einfach, wie genial. Und dass dieses Konzept immer noch funktioniert, zeigt sich an den neuen Kompositionen dieser Compilation. „Alle sagen das“ zeigt nicht nur musikalisch die Zähne, sondern auch textlich. „Scheiss Wessi“ blickt auf 30 Jahre Wiedervereinigung zurück und „112“ spricht für sich selber.
Dass die HOSEN auch im letzten Jahrzehnt gute Songs geschrieben haben, beweist ein Song wie „Das ist der Moment“. „Wünsch dir was“ wurde neu gemixt und vielleicht wird man die Worte ja nun endlich in der Welt erhören: „Ich glaube, dass die Welt sich nochmal ändern wird und dann gut über böse siegt.“ Schön wäre es. Ursprünglich war der Song als Reaktion auf Kohls Versprechen der blühenden Landschaften gedacht. Doch mittlerweile haben auch die Urheber ihren Frieden damit gemacht, dass die Fans den Songs sofort zu einer Hymne des Optimismus umgedeutet hatten. Es gibt ja auch wahrlich schlimmere Missverständnisse. Und wäre es nicht schön, wenn wirklich eine Zeit käme, in der das Wünschen wieder helfen würde. Ich fände es toll – wie übrigens auch den Song. Und ein Song wie „Wannsee“ verdeutlich, dass die HOSEN durchaus auch als Inspiration für „jüngere“ Truppen wie SONDASCHULE gedient haben können.
Die Liste der Songs ist natürlich viel zu umfangreich, um jedes Stück in seiner Eigenart und Bedeutung zu würdigen. Eins wird mit jedem Hördurchgang klarer: DIE TOTEN HOSEN haben eine beachtliche Entwicklung durchgemacht, sind dabei nie auf der Stelle getreten und liefern Songs für verschiedene Stimmungen und Anlässe ab. „Alles Aus Liebe: 40 Jahre Die Toten Hosen“ bietet Teilzeitfans wie mir jede Menge Gelegenheit die Band neu zu entdecken. Und auch für echte Bandjünger dürfte die Zusammenstellung mit sieben neuen Songs und diversen Neuaufnahmen bzw. Remixen einen schönen Mehrwert bieten. Ich habe mir jedenfalls noch schnell eine der letzten Vinyl-Boxen gesichert. Alles Gut(e), Tote Hosen!
Eigentlich wollten die Herren ja nach dem Ende von ZK und KFC eine Big Band gründen, zumindest wenn man Andis Kurzfassung der Bandgeschichte glauben darf, die er uns 1997 im Interview gegeben hat. Glücklicherweise fanden sich nicht genügen qualifizierte Musiker und auch der anfangs noch in der Band vertretene dritte Gitarrist ist lange Geschichte.
Doch auch so feiern mittlerweilse ganze Generationen Songs wie „Eisgekühlter Bommerlunder“ oder „Opel Gang“ ab. Doch die HOSEN haben auch durchaus ernste Themen im Repertoire. Man denke nur an „Bayern“.
„Hier kommt Alex“ verhalf den Punkrockern quasi über Nacht zu Ruhm und Ehre, dabei wäre der Song fast gar nicht aufgenommen worden. Im Proberaum war der Band der Song etwas lahm vorgekommen, erinnert sich Campino heute. Gut, dass es anders gekommen ist, und gut auch, dass man mit „1000 gute Gründe“ noch einen weiteren echten Hit auf der Scheibe hatte, Das Erfolgsrezept der Band ist übrigens einfach erklärt: „Wir haben so ein Rad im Proberaum, da schreiben wir Akkorde drauf, A, E, G, H, das drehen wir dann dreimal. Dann haben wir einen Song.“ Und Breiti ergänzt: „Wenn es noch nicht zusammenpasst, dann drehen wir noch ein viertes Mal.“ So einfach, wie genial. Und dass dieses Konzept immer noch funktioniert, zeigt sich an den neuen Kompositionen dieser Compilation. „Alle sagen das“ zeigt nicht nur musikalisch die Zähne, sondern auch textlich. „Scheiss Wessi“ blickt auf 30 Jahre Wiedervereinigung zurück und „112“ spricht für sich selber.
Dass die HOSEN auch im letzten Jahrzehnt gute Songs geschrieben haben, beweist ein Song wie „Das ist der Moment“. „Wünsch dir was“ wurde neu gemixt und vielleicht wird man die Worte ja nun endlich in der Welt erhören: „Ich glaube, dass die Welt sich nochmal ändern wird und dann gut über böse siegt.“ Schön wäre es. Ursprünglich war der Song als Reaktion auf Kohls Versprechen der blühenden Landschaften gedacht. Doch mittlerweile haben auch die Urheber ihren Frieden damit gemacht, dass die Fans den Songs sofort zu einer Hymne des Optimismus umgedeutet hatten. Es gibt ja auch wahrlich schlimmere Missverständnisse. Und wäre es nicht schön, wenn wirklich eine Zeit käme, in der das Wünschen wieder helfen würde. Ich fände es toll – wie übrigens auch den Song. Und ein Song wie „Wannsee“ verdeutlich, dass die HOSEN durchaus auch als Inspiration für „jüngere“ Truppen wie SONDASCHULE gedient haben können.
Die Liste der Songs ist natürlich viel zu umfangreich, um jedes Stück in seiner Eigenart und Bedeutung zu würdigen. Eins wird mit jedem Hördurchgang klarer: DIE TOTEN HOSEN haben eine beachtliche Entwicklung durchgemacht, sind dabei nie auf der Stelle getreten und liefern Songs für verschiedene Stimmungen und Anlässe ab. „Alles Aus Liebe: 40 Jahre Die Toten Hosen“ bietet Teilzeitfans wie mir jede Menge Gelegenheit die Band neu zu entdecken. Und auch für echte Bandjünger dürfte die Zusammenstellung mit sieben neuen Songs und diversen Neuaufnahmen bzw. Remixen einen schönen Mehrwert bieten. Ich habe mir jedenfalls noch schnell eine der letzten Vinyl-Boxen gesichert. Alles Gut(e), Tote Hosen!