Über DISCHARGE muss man nicht viel schreiben. Die Urväter des Hardcore Punk schmücken mit ihrem Logo noch heute etliche nietenbesetzte Lederjacken. Für alle, die die Briten nicht kennen bietet die erste CD einen guten Einstieg in ihr Schaffen. So haben es beispielsweise 8 Songs der legendären ersten Scheibe ´Hear Nothing, See Nothing, Say Nothing´ auf diese Zusammenstellung geschafft. Und klar werden auch Songs von ´Massacre Divine´ und ´Shootin Up The World´ untergebracht. Mit dieser Phase von DISCHARGE werde ich nicht richtig warm. Die letzten beiden Tracks stammen dann wieder von alten EPs der Jahre 1983 und 1984 und sorgen für einen gelungenen Abschluss von Disc Eins. Ich finde es ganz angenehm, dass die Anordnung nicht streng chronologisch gehalten wird.
Die zweite Disc ist dann eher eine Nerd Veranstaltung. Es gibt alternative Versionen neuerer Tracks und Demosongs von 1977 in entsprechender Qualität. Diese machen deutlich wie weit sich DISCHARGE in der Folge vom üblichen Punk entwickelten und ihren Sound mit immer mehr Aggression aufluden. Erwähnenswert ist noch das bisher unveröffentlichte ´Descending Into Madness´ von 2002. Der Song lehnt sich etwas an MOTÖRHEAD an und erinnert teilweise an das Riff von ´Ace Of Spades´. Eine gute aber nicht revolutionäre Nummer.
Diese Compilation bietet einen guten Überblick über das Schaffen von DISCHARGE und ist sowohl für Neueinsteiger als auch Die Hard Fans interessant. Da die doppelte Digi CD von Beginn an zum Midprice rausgehauen wird, ist bei ´Protest And Survive: The Anthology´ nicht nur der Tonträger selbst eine runde Sache.
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