Auf dieser Welle mitreitend wurde Draugnim, von der ich zugegeben bis vor kurzem noch nichts vernommen hatte, 1999 als Einmannprojekt des Bandleaders Morior gegründet und hatte bis zu Veröffentlichung ihres Debüts Northwind’s Ire“ 2008 etliche Änderungen im Line-up zu verbuchen. Die aktuelle Veröffentlichung der Nordlichter „Horizons Low“ wurde von Ville Sorvali, der seines Zeichens für die Vokals bei Moonsorrow verantwortlich ist, produziert und bei Spinefarm Records bereits im November des mittlerweile vergangenen Jahres veröffentlicht. Die in der Szene weitgehend unbekannten Draunigm klingen wie die Pagan Szenegrößen Summoning, Windir und natürlich Moonsorrow, wir erinnern uns, da hatte doch jemand seine Finger im Spiel. Nach erstmaligen Hören von „Horizons Low“ stellt sich bei weitem keine heidnische Euphorie ein, bleiben die gesamten 7 Songs, von denen auch noch „Cursed The One“ nur instrumental ist, recht monoton im Bereich der Fusion von Blackmetal Blastbeats, schrammelnden Gitarren und viel synthetischen Keyboardsounds. Die durch die Promo versprochene Bodenständigkeit und organische Natürlichkeit des Sounds können nicht erfüllt werden, mehr noch, der gesamte Klang entpuppt sich als künstlich und billig produziert.
Linus-Henry Meyer
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