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Dread The Forsaken - Unbound

VÖ: 15. November 2010   •   Label:  Nightmare Records

Musikalisch sieht das Label die Band im Fahrwasser solch angesagter (und mir doch eher unangenehmen) Bands wie Disturbed oder Killswitsch Engage. Doch damit wird man dem Quartett keineswegs gerecht, denn was hier auf "Unbound" geboten wird, geht über den Uftametalcore der angesagten Metalgeneration zurück. Man sollte viel merh in der Vergangenheit suchen, wenn man adäquate Vergleiche für den Sound der Band finden will.
Während man durchaus von einer thrashigen Grundhaltung sprechen darf, so muss man doch auch von diversen moderneren Elementen sprechen, denn mit kalifornischem Thrash der Marke Exodus & Co hat die Band ebenso wenig zu tun, wie mit Ruhrpott Thrash á la Kreator. Und wenn ich von modernen Elementen spreche, dann aus einer 90iger Jahre Perspektive. Denn damals erschienen Alben Megalomaniaxs Debüt "Information Overload" (z.B. das Einstiegsriff von "Darkest Days"), Mordreds "In this Life" oder schließlich auch Gurds "Addicted". Allesamt Alben mit neuen Ideen, die dennoch auf metallischen Säulen ruhten. Gerade der Gesang auf "Unbound" erinnert an Mordreds Scott Holderby, während man musikalisch durchaus auch härtere Gesellen wie Insult II Injury oder schließlich sogar ältere Anthrax als Vergleichsgröße heranziehen könnte.
So erwartet den aufgeschlossen Thrash Metaller nach stimmungsvollem Klavierintro ein hochwertiges Album voller guter Riffs und Melodien. Anspieltipps sind da sicherlich der Opener "Give Me Wounds", "Darkest Days" das eingängige "Playground" oder "Walk With Me", das mit einem Schuss Punkattitüde daherkommt.
Erfrischend anders und erfrischend originell, ohne sich auf Extreme zu versteifen oder permanent zu nerven! Super!

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