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Emigrate - Silent So Long

VÖ: 13. November 2014   •   Label:  Universal Music
18. November 2014

Sieben Jahre nach seinem Solodebüt erschien am Freitag der passend betitelte Nachfolger „Silent So Long“. Grundsätzlich lässt sich vermerken: Einmal mehr wird deutlich, dass das Design, die PR und eben das Drumherum für Richard genauso wichtig sind, wie die Ausfaltung beim Komponieren selbst.
Industrial/Alternative Metal-Rock der durchdachten Sorte: Ja, das will & vor allen Dingen kann er auch. Klar, die Musikart und eben das Rezept sind nicht neu, aber dies ist hier eben wirkungsvoll und abwechslungsreich – deutlich mehr, als noch beim Debütalbum. Denn, ganz neu ist, dass er sich nun zahlreiche Gäste eingeladen hat.

Schon mit dem ersten Track (mit Frank Dellé von Seed) wird deutlich, dass der Industrial Metal ihm am Herzen liegt; eingängig, etwas härter und eben einfach nur eine coole Rock-Nummer, die Live als Opener dienen dürfte. Erklärt auch, warum es gleichzeitig die erste Singleauskopplung ist, samt Videoclip. „Get Down“ mit der Sängerin Peaches, ist dann wieder komplett anders. Ein schleppend-aufbauendes, samplebepacktes Stück. Braucht lange, bis der gewisse, härtere Industrial-Part und Gesang von Richard mit einsetzt. Und bei „Rock City“ als auch „Hypothetical“ braucht der Musikfan nicht mal eine Sekunde um zu erkennen, für wen Richard diese Songs geschrieben hat. Wunderschön wirkt dann noch das Duett-Stück mit Jonathan Davis, welches zum Ende der CD den Ausklang findet. Zuvor wird es jedoch erst mit u.a. dem Ohrwurm „Rainbow“ ziemlich klar, welch typischen Einflüsse Richard für sein Projekt geprägt haben, nämlich u.a. Nine Inch Nails, Filter und Co. Und wenn es Rammstein-Fans geben sollte, die kein tolerantes Ohr für Soloprojekte der Mitstreiter haben sollten, jene dürften spätestens mit „My Pleasure“ überzeugt werden.
Keine Frage, es ist (sehr) nett Gäste wie u.a. Lemmy, Marilyn Manson, Peaches oder Jonathan Davis auf einem Album mitpräsentieren zu dürfen. Doch andererseits muss man auch zugeben, dass es auch zu viel des Guten ist. Zumal gleich zu Anfang vier Songs aneinandergereiht sind, die mit Gästen präsentiert werden. Es wirkt anfangs wie eine Compilation, ein Tribute. Auch wenn Songs wie „Rock City“ oder „Hypothetical“ (-...bitch!-) durchaus cool sind und eben wie die Faust aufs Auge passend für die Mitstreiter, so wirken sie auch wie ein Coversong und eben nicht direkt wie Emigrate. Ist dies dann also wirklich überraschend? Klar, trotz der Tatsache, dass das Album dadurch viel „bunter“, vielseitiger ist, möchte ich damit nur andeuten, dass Richard es meiner Meinung nach nicht nötig hat sich mit zahlreichen Top-Musiker-Gästen zu vereinen, um ein Album „medienwirksamer“ zu gestalten. Vor allem nicht, wenn deren Parts genau so klingen müssen, wie die Hauptkompositionen der Gäste. Aber nun, als Gesamtergebnis kann ich ruhigen Gewissens festhalten:

cooles, buntes Ding!
Weitere sieben Jahr muss es nun nicht dauern, um neue Songs dem Fan anzubieten. Und ein paar Liveauftritte dürften auch nicht schaden. Die Songs haben die Vielfalt, Kraft als auch Hitpotenzial.

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